Copernicus Stipendium e.V. – Blog random header image

Zurückgeblickt: Nino Zhorzholadze schaut auf ihr Berlin-Stipendium zurück (Sommersemester 2008)

Februar 17th, 2009 by Sascha Walther

Nino Zhorzholadze studiert in Georgien Wirtschaft und Recht. Die Studentin hatte über das Copernicus-Stipendienprogramm die Möglichkeit, den Sommer in Berlin zu verbringen und berichtet über diese Zeit in einem Erfahrungsbericht:

27.01.2009, Tbilisi

Mit dem Copernicus-Stipendium bin ich in Berlin am 2. April 2008 angekommen und  an der Humboldt-Universität Berlin immatrikuliert, 5. Studiengang, BWL. Ich habe drei für mich interessante Fächer gewählt  und  innerhalb nächste vier Monat entsprechende Vorlesungen  besucht. Am interessantesten fand ich die Vorlesungen im Risiko-Management (die da erworbenen Kenntnisse nutzen mir heute sehr in meiner heutigen Tätigkeit).

Neben der Uni habe ich auch einen Deutschkurs besucht (Mittelstufe). Immer, wenn ich  an Berlin denke, erinnere ich mich gerne an meinen Deutschlehrer und seine spannende Erzählungen über Berlin und das deutsche Volk. Neben der deutschen Sprache habe ich da tolle alltägliche Dinge gelernt und viel neues herausgefunden.

Zwei mal in der Woche habe ich zwei  von der HU angebotene Sportkurse besucht: Yoga und Schwimmen. Schwimmen kann ich immer noch nicht, aber einige Yoga-Übungen mache ich auch jetzt noch.

Vom 25.-27. April 2008 war ich zusammen mit den Copernicanern in Aurich, Ostfriesland. Da fand ein Seminar mit dem Thema: „Auf dem Weg zu europäischen Standards? Verfassungsanspruch und Verfassungswirklichkeit in den Transformationsstaaten Mittel- und Osteuropas“ statt. In Aurich haben wir Copernicaner und StipendiatInnen aus Hamburg und München getroffen und gemeinsam lustige Abende verbracht.

Noch ein wichtiges Erlebnis war für mich der georgische Länderabend, der im Gebäude der Heinz-Schwarzkopf-Stiftung stattgefunden hat und auf dem ich ein Thema aus der georgischen sowjetischen Vergangenheit – „Flugzeugjungs“ (Flugzeugentfernung) vorgetragen habe. Das war der erste Vortrag für mich vor dem deutschsprachigen Auditorium und damit  habe ich wichtige Erfahrung gemacht (auch im Kochen für die deutschen Gäste, denen es allen geschmeckt hat).

Nach dem Studium und vor dem geplanten Praktikum habe ich mit meiner “Ersparnis” eine kleine EU-Tour zusammen mit meinen Freunden gemacht, was natürlich einer der tollste Urlaub für uns war.

Anfang August habe ich mit meinem Praktikum in der Berliner Geschäftsstelle des Versicherungsunternehmens HUK-Coburg begonnen. HUK-Coburg ist eine der größten und billigsten Autoversicherer, womit er auch die Kunden für andere Produkte wie Lebens-, Unfall-, Haftpflichtversicherung und Bausparen gewinnt. Ich habe in allen Abteilungen der Geschäftsstelle Berlin mitgearbeitet; ein paar Mal die Besuche in den Kundenberatungsstellen im Land Berlin-Brandenburg begleitet. Das war ein sehr interessantes und nützliches Erlebnis. Auch nach der Rückkehr in meine Heimat habe ich eine Arbeit in der Versicherungsbranche begonnen und dafür hat mir natürlich meine Praktikumserfahrung große Hilfe geleistet.

Ich habe die ganze Zeit bei meiner Gastfamilie gewohnt. Ich bin meinen Gasteltern – Harald und Elisabeth – sehr dankbar,da ich mich wirklich sehr wohl gefühlt habe und sie immer Interessantes und Schönes mit mir zusammen unternommen haben.

ein bisschen semtimental war ich dann beim Abschiedsausflug nach Potsdam mit den Copernicanern und Gasteltern. Während meines Aufenthalts in Berlin habe ich mehrmals  Potsdam besucht, aber dieser Ausflug war anders.

Vielen Dank an alle Copernicaner für ihre Engagement und natürlich besonderen Dank an meinem überraschungsvollen Mentor Guarani – dafür dass er immer (auch jetzt noch) in Verbindung mit mir steht, und die Antworten auf alle meine Fragen hatte.

Nino

Tags:   · No Comments

Leave a Comment

0 responses so far ↓

There are no comments yet...Kick things off by filling out the form below.