Am 9. Mai 2009 hat Copernicus Berlin anlässlich der ARD-Themenwoche offiziell seinen Nachhaltigkeitsbericht vorgestellt. Der Bericht entstand aus dem Wunsch von studentischen Vereinsmitgliedern, einen eigenen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Copernicus Berlin ist damit der erste gemeinnützige Verein in Deutschland, der eine Klimabilanz aufgestellt hat und seine CO2-Emmissionen neutral stellen wird. Ziel ist es, bis Ende des Jahres das deutschlandweit erste klimaneutrale Stipendienprogramm zu initiieren.
Im Januar 2009 hatte sich die Umwelt-Gruppe des Vereins gegründet und nach Möglichkeiten gesucht, wie die durch das Stipendienprogramm verursachten Emmissionen neutral gestellt werden können. Die ermittelten Emmissionswerte wurden nun gemeinsam mit dem ersten Nachhaltigkeitsbericht des Verein vorgestellt.
“Wir sind sehr stolz darauf, mit diesem Bericht einen ersten Schritt zum klimaneutralen Verein zu beschreiten und aktiv etwas für unsere Umwelt zu tun”, so Bea Weitz, Mitglied der Umweltgruppe. Im vergangenen Semester verursachte das Stipendienprogramm mit drei belarussischen Stipendiaten und 22 aktiven Vereinsmitgliedern 6,3 Tonnen CO2. Sascha Walther, Ideengeber der Umwelt-Gruppe: “Während die Freiwilligen im Durchschnitt eine Belastung von rund 50 kg CO2 verursachen – ein Gewicht, was man durchaus noch stemmen könnte, verursachen die Stipendiaten durch Reisemobilität durchschnittlich 2,1 Tonnen CO2. Das ist viel und wir wollen den Ausgleich.”
Im Durschnitt verursacht ein Bundesbürger im Halbjahr 5,5 Tonnen CO2, Copernicus mit allen Vereinsaktivitäten 6,3 Tonnen CO2. Dies scheint nicht viel, Copernicus möchte aber seine ökologische Verantwortung wahrnehmen und mit seinem Handeln andere Vereine und Initiativen für bewusstes klimaverträgliches Handeln sensibilisieren. Jeder Dritte in Deutschland ist ehrenamtlich aktiv und kann im Rahmen seines Ehrenamtes durch umweltbewusstes Handeln zur Entlastung der Umwelt beitragen. Denn auch ein Ehrenamt birgt eine nicht zu unterschätzende CO2-Last in der Gesamtsumme.
Der Nachhaltigkeitsbericht gibt dem Verein konkrete Handlungsempfehlungen für ein klimaverträgliches Arbeiten mit auf den Weg und wird jährlich fortgeschrieben.
Aktuell eruiert Copernicus Berlin e.V. Möglichkeiten die Bilanzsumme über 6,3 Tonnen CO2 über ein Offsetting-Projekt zu neutralisieren. Hierfür wird ein starker Partner/Sponsor gesucht, der sich an der Finanzierung einer kleinen konkreten Umwelt-Maßnahme beteiligt. Zudem sucht Copernicus Berlin e.V. nach Medienpartnern, die die Umweltinitiative des Vereins öffentlich machen und die Möglichkeit eines Umweltengagements im Verein der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.
Den vollständigen Nachhaltigkeitsbericht können Sie sich hier herunterladen:
Copernicus Berlin e.V. ist ein von Studenten, Absolventen und jungen Berufstätigen getragener gemeinnütziger Verein, der in den neun Jahren seines Bestehens 60 Studenten aus 18 Ländern ein Stipendium in Berlin ermöglicht hat. Neben dem Studium an einer deutschen Universität absolvieren die Stipendiaten ein mehrmonatiges Praktikum und werden von Mentoren intensiv und persönlich betreut. Das Stipendium wird über Stiftungsgelder, Spenden und Patenschaften finanziert. Einen besonderer Aspekt des Copernicus-Stipendienprogramms ist die Unterbringung und Verpflegung der Stipendiaten in Berliner Gastfamilien.
Für weitere Informationen steht Ihnen der Projektleiter der Umwelt-Gruppe, Sascha Walther, unter umwelt@copernicus-stipendium.de zur Verfügung.
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[...] organisierten Stipendienprogramm von Studenten für Studenten berichtet. Unser Bestreben, der erste gemeinnützige klimaneutrale Verein Deutschlands zu werden, brachte den ein oder anderen Gast ins Staunen. Copernicus hat für seine Arbeit viel [...]
Hi Copernicus – das klingt sehr gut Eure Initiative – herzlichen Glückwunsch dazu. Zwar kann “WikiWoods” Euch nicht neutralisieren, aber vielleicht habt ihr ja dennoch Lust mit den StipendiatInnen im Frühjahr oder Herbst eine von unseren Baumpflanzaktionen zu unterstützen und mitzupflanzen.
Wälder sind wichtige Kohlenstoffspeicher und naturnahe Wälder können CO2 aufnehmen, lokales Klima stabilisieren und können nachhaltig bewirtschaftet werden (z.B. durch nachwachsendes Holz als umweltfreundlicher Rohnstoff).
Meldet Euch einfach an unter:
http://www.wikiwoods.org/doku.php/mitpflanzen
Gruß,
Ingo F