Im letzten Semester haben wir Justyna aus Polen gefördert. In Ihrem Erlebnisbericht schaut sie auf 6 Monate Copernicus in Berlin zurück:
Am 1. April bin ich im Rahmen des Copernicus – Programms nach Berlin gekommen. Meine Mentorin – Nadja hat mich von dem Hauptbahnhof abgeholt und wir sind zu meiner Gastmutter gefahren. Bis Anfang meines Deutschlandsaufenthalts habe ich nicht gewusst, wo ich wohne… Später werde ich darauf informiert, dass es nicht so einfach wäre, eine dritte Gastfamilie zu finden. Meine Gastmutter, Frau W. ist 53 Jahre alt, sie wohnt mit einer Katze und hat 26-jährige Tochter (die wohnt aber nicht mehr bei ihr). Frau W. wohnt am Kudamm, an Fasanenstraße. Als Nadja nach Hause gefahren ist, hat mir Frau W. mein Zimmer gezeigt. Sie hat mir auch ein bisschen Platz im Kühlschrank gezeigt, wo ich mein Essen lassen kann. Sie hat gesagt, dass Wasser in Berlin sehr teuer ist und dass ich Wasser sparsam benutzen soll… Sie selbst hat in der Schule, wo sie arbeitet geduscht.
Mit meiner Gastmutter war später noch viel mehr interessante Geschichte. Wenn ich alles beschreiben wollte, musste ich wahrscheinlich ein Buch schreiben
Es ist echt schade, dass ich keine Familie wie Marina oder Sweta bekommen habe. Jedoch habe ich Verständnis, dass es nicht einfach wäre, eine dritte Familie zu finden. Trotzdem hat Copernicus immer sehr schnell und mit Erfolgen reagiert, wenn ich mit meiner Gastmutter Probleme hatte.
Am 3. April waren wir mit Ina – eine Copernicanerin und den anderen Stipendiatinnen bei Anmeldungsbüro, Bank, Krankenkasse und Uni. Mit Inas Hilfe habe wir alles schnell gefunden und gemacht! Mit anderen Stipendiantinnen haben wir über unsere Gasteltern gesprochen.
Am Samstag hatten wir Begrüßungsfrühstück bei Marinas Gasteltern. Das hat sehr gut geklappt! Wir könnten alle Copernicaner kennen lernen und viel Spaß haben!
In einer Woche hat unsere Uni angefangen. Wir haben andere ausländische Studenten kennen gelernt und unsere Kurse gewählt. Was Copernicus nächstes Mal machen kann, ist im Kontakt mit ESN aus der Uni bleiben und informieren, dass es noch 3 Studenten aus Osteuropa kommt. Dann können sie schon in der Heimat E-mails mit verschiedenen wichtigen Informationen bekommen. ESN-E-mail: incomings-wiwi@hu-berlin.de.
Am Anfang Mai waren alle Stipendiatinnen aus Berlin mit einem Copernicaner – Guarani in München. Das hat uns sehr gefallen! Genauso wie ein Copernicus-Seminar in Wendgräben.
Ab 1. August mache ich ein Praktikum bei der polnischen Botschaft. Das Praktikum gefällt mir sehr! Es war nicht so einfach, ein Praktikumsplatz in Berlin zu finden… aber am Ende hat alles geklappt! Wenn es um Praktikum geht, Copernicus soll mit unseren Firmen/Organisationen im Kontakt bleiben. Das kann viel einfacher für nächste Stipendiaten sein…
Zum Schluss möchte ich noch eine kleine „Ketchup Geschichte“ erzählen. Während des 9. Berliner Freiwilligentages haben wir gegrillt. Ich habe mit Oxana aus Russland eingekauft. Ich habe eine Glasflasche mit Ketchup in meine Tasche gesteckt. Als ich auf der Toilette war, habe ich meine Tasche auf der Türklinke gelassen. Eine Frau wollte die Tür öffnen und meine Tasche ist auf dem Boden gelandet… Was mit Ketchup passiert ist, muss ich nicht erklären.
Zum Glück war Oxana mit mir und hat mir sehr geholfen, meine Tasche sauber zu machen! Mein Rückticket nach Polen war auch in der Tasche, ist aber glücklicherweise nicht kaputt!
Ich möchte Copernicus danken, dass ich sechs tolle Monate in Berlin verbracht habe! Ich wünsche Copernicus tolle Stipendiaten, nette Gasteltern und viele neue engagierte Copernicaner!
Tags: Abschlussbericht · Justyna · Sommersemester 2009 · StipendiatenNo Comments
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