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Copernicus-Stipendiaten in “Hopenhagen” 2009

Januar 9th, 2010 by Sascha Walther

Valeria Svart, Copernicus Stipendiatin aus Moldova und Yulia Lukyanovich, Copernicus Stipendiatin aus Belarus hatten eine Freude die Welt Klima Konferenz 2009 in Kopenhagen für ein Wochenende zu besuchen.

Valeria:

Umweltproblematik beschäftigt mich schon seit der 6. Klasse in der Schule. Jetzt mit 21, studiere ich Geoökologie und versuche in der Grüner Bewegung mit dabei zu sein. Klima Gipfel in Kopenhagen war für mich persönlich von einer sehr großen Bedeutung. Zusammen mit BUND Berlin und noch ungefähr 50 Kommilitonen aus meiner Uni bin ich nach Kopenhagen gefahren, mit dem Ziel der Öffentlichkeit zu zeigen, wie wichtig diese Ereignisse sind, und für meine eigene Inspiration zu erweitern.

Obwohl auf der politischen Ebene wurde auf dem Klimagipfel fast nichts Konkretes beschlossen wurde, finde ich nicht, dass Kopenhagen, wie Medien berichten, eine Katastrophe war. Die geschichtlich wichtige Klima Konferenz in Rio-de-Janeiro in 1992 war außerordentlich erfolgreich was den Politischen Willen betrifft. Aber die laute Worte und Versprechungen waren nicht umgesetzt worden, auch wegen des niedrigen Umweltbewusstseins der Erdbevölkerung. Diesmal bin ich überzeugt, dass auf der Grass-Roots Ebene sind die Menschen bereit für eine neue Umweltbewusste Weltordnung. Nur fällt jetzt der politische Willen. Hunderte Tausende Menschen sind nach Kopenhagen gekommen, geflogen, gesegelt, um ihre Ungleichgültigkeit zu zeigen. Millionen, die nicht kommen könnten, haben weltweit Kampanien und Projekte geführt.

Ich war in dieser Menschenmenge, und habe die positive Kraft gespürt. Mit der Aktion „Blaue Welle“ haben wir Kopenhagen buchstäblich „überflutet“. Über 5000 Menschen, gekleidet in Blau, marschierten durch die Straßen als Symbol des steigendes Meeresspiegels und der Gefahr für die Umwelt. In der Hauptdemostration mit ungefähr 100.000 Mitstreikenden, fühlte ich mich wie ein Tropfen im Meer, aber genau aus den Tropfen bildet sich ein Ozean.

Menschen aus verschiedenen Nationen, mit unterschiedlicher Hautfarbe, die unterschiedliche Sprachen sprechen, waren auf ein Mal unter einem Ziel geeinigt: Klima Gerechtigkeit. Und die wahre Klimagipfel hat nicht auf dem Papier, sondern in den Köpfen stattgefunden. Ab jetzt kann es nur besser werden.

Yulia:

Immer hatte ich Schwäche für nördliche Länder. Wenn ich dann erfahren habe, dass in Kopenhagen der Klimagipfel stattfindet, war die Frage ob ich dort fahre schon entschieden.

Zuerst war alles gegen mich: das Ereignis war so interessant, dass alle Tickets schon lange verkauft wurden. In den letzten Tagen wurde es aber ein zusätzlicher Bus organisiert, so meine Bekannte und ich haben es geschafft, nach die Hauptstadt Dänemarks anzukommen.

Kopenhagen war bunt und freundlich. Das Wetter war schön, sowie die Demo selbst. Wir wurden bedroht, dass die Polizei sehr grob dort wäre. Das war aber nicht der Fall. Es war eigentlich sehr friedlich und ruhig. Mir hat die Organisation der Demo sehr gefallen. Im Zentrum waren es sehr viele hand-outs mit aktueller Information, man konnte auch eine große Menge von Seminaren und Veranstaltungen besuchen.

Die Stadt erlebte der Klimagipfel. Nicht nur Demos der NGOs waren geplant, die Stadtverwaltung selbst hat die Stadt mit Plakaten, Ausstellungen und sogar Globen überfüllt.

Ich bezweifle, dass die Mächte dieser Welt unsere Stimme hörten und ob meine persönliche viel dazu beibrachte. Die Reise hat mir doch viel Spaß gemacht, weil meine Erwartungen völlig erfüllt haben: ich mochte sehen, wie die ruhige nördliche Stadt Kopenhagen zu einer Weltszene wurde. Das habe ich ja bestimmt erlebt.

Und Kopenhagen war für eine Weile Hopenhagen.

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