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Abschlussbericht von Alena, Wintersemester 09/10 (Berlin)

April 29th, 2010 by Sascha Walther

Er ist endlich da, der Abschlussbericht von Alena, Berliner Copernicus-Stipendiatin im vergangenen Semester. Selbst dichtet sie: “Abschlussbericht zu schreiben, ich glaube, immer nicht so leicht ist, weil hier in Berlin sehr viel für mich geschehen ist…” Aber lest selbst. Danke für die erlebnisreichen sechs Monate in Berlin, Alena!

Zuerst einen Sprichwort: Alle Anfänge sind schwer. Ich denke, dass das auf jeden Fall stimmt. September und Oktober waren für mich schwer, aber trotzdem sehr spannend. Ich kann mich gut erinnern an den ersten Tag in Berlin. Es war wirklich beeindruckend. Als ich in Berlin angekommen bin, begann ich fast sofort die Stadt zu sehen, und natürlich Sehenswürdigkeiten: Brandenburger Tor, Berliner Dom, Alex… In diesen Tag in Berlin war, eine Aufführung „Riesen kommen“ – durch Berlin sind riesige Puppen durchgegangen und ich hatte das Glück das zu sehen. Es war wirklich beeindruckend: riesige Puppen in riesiger Stadt. Ich habe mich sehr klein gefühlt, weil von meinem Haus bis Stadtzentrum ich 1 Sunde verbracht habe, dann ich bin durch riesige Straßen mit riesigen Puppen spazieren gegangen. In ein paar Tage wurde ich dazu bewusst, wo mein Uni sich befindet, ich meine nicht Hauptgebäude, welche in Zentrum steht, sonder mein Institut für Psychologie, welche in Adlershof sich befindet… In Tag, wann ich nach Adlershof gefahren bin, war S- und U-Bahn Streik (was sehr typisch für Berlin ist), aber ich habe darüber nicht gewusst. Und ich war einfach sehr überrascht, dass ich für meinen „Universitätweg“ 2 Stunde hin und 2 Stunde her brauchen würde…Es war einfach für mich unglaublich, besonders im Vergleich mit meiner Heimatstadt Minsk, wo es nur 2 U-Bahnlinien gibt… Also alles am Anfang war neu: S-und U-Bahne, überhaupt das Verkehrssystem. Leute, Stadt, Sozialsystem, Universität…fast alles war einfach ganz anders. Ich kann nicht sofort sagen, dass alles besser als zB. in Belarus ist: einfach ganz anders und Du musst dich dazu anpassen…zB. Solche Kleinlichkeiten wie Knopf in U-Bahn, welche Die Tür öffnet… in Belarus gibt es keine solche Knopf: bei uns stoppt die U-Bahn an jeder Haltestelle.

Aber wichtigste, ich glaube, ist große Unterschied zwischen Universitätsystem in Deutschland und Belarus. Ich bin sehr froh, dass ich dank Copernicus e.V. das erleben konnte. Natürlich am Anfang war es nicht leicht: solche Sache wie Moodle, Agnes, kommentierte Vorlesungsverzeichnis, „Tut mir Leid. Kurs ist voll: Kommen Sie bitte in nächten Semester!“, Folien, „Klausurrelevant“ usw. Alles was gibt nicht in Belarus, alles was soll Student wissen für erfolgreiche Studium, kann ich nicht wie „normale Studenten“ in erste 2-3 Semester lernen, sondern soll ich das in 2 Wochen kennenlernen und wissen und sofort benutzen… Vorlesungen auf Deutsch- Krass!!!! Ich dachte, dass ich das nicht schaffen kann. Und weiß ich nicht warum genau….vielleicht wegen Sprache. Aber es gibt schöne Kurse in HU, speziell für Ausländische Stunden „Deutsch als Fremdsprache“, welche sehr nützlich sind. Und auch wichtig ist, dass alle Studenten in Gastfamilien wohnen, (so man jeden Tag Deutsch benutzen muss). Am Anfang habe ich einfach Angst auf Deutsch zu sprechen, aber in kurze Zeit es ist vergangen. Das war aber wirklich nicht leicht und nicht alles klappte, aber trotzdem habe ich das Universitätssystem kennengelernt und jetzt kann ich sagen „ich weiß wie es geht!!!!!!!“. Ich habe Pläne nach meiner Studium in Minsk, hier in Deutschland Master zu machen. Einfach, weil ich weiß jetzt was ist was, wie es läuft und ich denke, dass ich das schaffen kann, ohne Copernicus e.V. es wäre für mich einfach unglaublich. Meine Eltern sind schon beide in Rente und mein Vater ist stark krank, deshalb sehr viel Geld geht einfach für Medikamenten und ich weiß, dass ohne Stipendium, ohne Gastfamilie, welche Copernicus e.V. bietet, wäre es

für mich (Studium in HU und Praktikum) einfach unmöglich.

Und wenn sofort über Praktikum sagen: das ist nützlichste Teil von Programm, auf jeden Fall für mich! Ich habe Praktikum bei Pinel GmbH (Das ist Organisation, welche Psychisch Kranke in Alltag betreut) gemacht. Leider in Belarus gibt noch nicht solche Organisation wie Pinel, es wäre schön, wenn ich etwas solches in Minsk in X-Jahre organisieren werde… Meine Team ist sehr nett, jeden Tag lerne ich etwas neues. Ich kann sagen, dass das wirklich intensive Erfahrung ist, welche in Belarus, ich denke, ich nicht bekommen kann.

Auch ich freue mich sehr, dass Copernicus außer so zu sagen offizielle Programm macht Länderabenden, Seminaren und einfach Kulturprogramm für Stipendiaten. Natürlich ich und Yulia haben ein bisschen Angst vor den Publikum so zu sagen „Lampenfieber“, wenn wir unseres Land Belarus vor den unbekannten Leute in Berlin präsentieren haben. Aber es war doch gut: „Weißrussische Sprache lebt noch!“ Und alle Gäste waren zufrieden von unseren leckeren Kartoffelpuffer, welche in Belarus man als „Draniki“ nennt und mit saurer Sahne und mit Marmelade isst.

Und in Seminar wurde Belarus gut vorgestellt: alle Teilnehmer haben Information bekommen, dass Minsk ist älter als Berlin und hat U-Bahn und Unabhängigkeit-Prospekt; Belarus hat mehr Einwohner als Österreich und natürlich, die beste Maler, der Welt (für Belarussen, wie für Holländer, wahrscheinlich Van Gogh) Malevich und Schagal sind.

Auch ich muss das nicht vergessen: Freiheit. Erstens, was ich sofort habe erlebt, dass hier in Berlin Leute toleranter und selbstbewusster als bei uns zB. sind. Selbstbewusster, ich meine in Politik Sphäre: alle lesen die Zeitungen, alle gucken Nachrichten in einem Wort: Leute interessieren sich über Politik, Leben den Staat und aktiv in diesem Leben teilnehmen, was kann ich nicht, leider, über Belarussen sagen. Und zweitens: Reisefreiheit. Reisen ohne Grenzen das ist wirklich sehr angenehm. Ja, wirklich, die Grenzen sind große Barriere für unsere Zeit der Globalisation.

Zum Schluss möchte ich gerne sagen, dass dieses Stipendium für mich sehr nützlich war. Ich bin wirklich „in Europa gewachsen“, wie sagt das Motto von Copernicus. Jetzt weiß ich, dass alles was ich im Leben erreichen möchte, kann\darf\muss\soll ich nur auf mich selbst rechnen und nicht Hilfe von jemandem erwarten. Copernicus fördert Studenten und gleichzeitig bietet es so viel Hilfe und Freiheit wie es nötig ist.

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