Am Wochenende vom 10. bis 12. September 2010 feiert Copernicus Berlin sein 10-jähriges Bestehen im Rahmen einer Jubiläums Veranstaltung. Ein willkommener Anlass die Menschen, die dieses einmalige Stipendienprogramm prägen und geprägt haben, zur Wort kommen zu lassen, in Form eines Rückblickes.
Wir haben ehemaligen wie aktuellen Stipendiaten, Gasteltern und Aktiven Fragen zu Copernicus gestellt und veröffentlichen deren Antworten hier im Blog.
An diese Stelle bedanken wir uns bei den Förderern, die unserer Jubiläumsveranstaltung ermöglichen, namentlich die Stiftung Errinerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ), Robert Bosch Stiftung, Sigram Schindler Stiftung und die Werner Zapf Stiftung.
——
Gastfamilie Thierauch (Berlin – Zehlendorf)
1. Wie kamen Sie zu Copernicus? 
Durch Familie Moers
2. Was war für Sie der ausschlaggebende Grund, Gasteltern bei Copernicus zu werden?
Wir unterstützen eine Öffnung der BRD nach Osten (Europa reicht bis zum Ural!) und möchten die dortigen Länder und Völker mit uns freundschaftlich verbunden sehen. Das erweitert unseren Horizont
3. Gibt es ein gemeinsames Erlebnis mit einem Stipendiaten, an das Sie sich besonders gern erinnern?
Eine Radtour mit Besuch des Sowjetischen Ehrenfriedhofs in Pankow
4. Haben sie noch kontakt zu Gaststudenten? Wie?
Per E-Mail oder bei Weihnachtsgrüßen, selten ein Besuch
5. Nach den langjährigen Erfahrungen: Worauf sollte Copernicus in Zukunft stärker Gewicht bei der Auswahl legen ?
Wir hatten immer nur sehr nette und intelligente Studenten. Der Mix war sehr gut. Wir denken jedoch, daß Stipendiaten, nicht unbedingt aus unmittelbar benachbarten Ländern kommen sollen (Polen, Tschechien oder EX-Jugoslawien). Für diese Studenten gibt es eine Vielzahl anderer Wege nach Deutschland zu kommen.
6. Was bestimmt aus Ihrer Sicht eine ideales Verhältnis zu den Ihnen Anvertrauten ?
Selbstständigkeit, gegenseitige Akzeptanz der Kulturen
7. Welche Kulturunterschiede sind Ihnen aufgefallen?
Das ist abhängig vom Ausgangsland. Ganz sicher waren die Studenten sehr anpassungsfähig, praktisch immer gut gelaunt und für das ihnen Angebotene dankbar. Sie waren auch zurückhaltender als deutsche Studenten und stellten überraschend geringe Forderungen.
8. Was würden Sie gerne noch loswerden auf Anlaß unseres Jubiläums?
Wir wünschen Copernicus weiterhin viel Erfolg bei der freundschaftlichen Verbindung von jungen Menschen aus östlichen Ländern mit der deutschen Kultur.
Manches Mal denke ich, daß die Studenten nach einem halben Jahr gerade anfangen, heimisch zu werden und ob eine Stipendiumsdauer von einem Jahr nicht noch besser wäre.
Bisher erschienen:
Persönliche Retrospektiven 1: Gastfamilie E. u. H. T. , Berlin-Lichterfelde
Persönliche Retrospektiven 2: Stipendiatin Irina V., Russland (SS 2002)
Persönliche Retrospektiven 3: Copernicus (ehem.) Aktive Nina H.
Persönliche Retrospektiven 4: Gastfamilie Kerst, Berlin-Zehlendorf
Persönliche Retrospektiven 5: Stipendiat Geo P., Rumänien (WS 2005/06)
Persönliche Retrospektiven 6: Stipendiatin Iryna A., Belarus (WS 2007/08)
Tags: Copernicus Kowalski trifft Schmidt Jubiläum GastfamilieNo Comments
0 responses so far ↓
There are no comments yet...Kick things off by filling out the form below.