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Einladung zum Länderabend am 15. Juni 19Uhr: Auf Seidenblatt von Samarkand – Deutsche Spuren in Usbekistan

Mai 27th, 2011 by Guarani

Auf Seidenblatt von Samarkand
Deutsche Spuren in Usbekistan

Sehr geehrte Damen und Herren,

Copernicus Berlin e.V. lädt am Mittwoch, dem 15. Juni, um 19.00 Uhr zu einem Länderabend mit dem Thema Auf Seidenblatt von SamarkandDeutsche Spuren in Usbekistan in die Räume der Schwarzkopf-Stiftung in der Sophienstraße 28/29, Berlin Mitte herzlich ein.

Getrocknet honigsüße Früchte
Von Buchara, dem Sonnenland,
Und tausend liebliche Gedichte
Auf Seidenblatt von Samarkand…

Kein Geringerer als Johann Wolfgang von Goethe besang das Land in seinem „West-Östlichen Divan“. Wie zuvor Alexander der Große aus Mazedonien und der Venezianer Marco Polo erlagen seit dem 19. Jahrhundert auch Deutsche dem Charme des fernen Orients in Usbekistan und dem Mythos der Seidenstraße, der zum Inbegriff des Fernhandels in der Alten Welt und zur Verkehrsachse für seltene Waren wie Seide und Gewürze wurde.

Welche historischen Spuren haben die Deutschen dort hinterlassen? Seit wann? Wie und aus welchem Grund kamen sie nach Usbekistan? Verschiedene Ursprünge, verschiedene Gründe: zuerst Baltendeutsche, dann Wolgadeutsche, Mennoniten und anschließend Reichsdeutsche – was trieb sie nach Zentralasien? Welche Zeugnisse hinterließen Architekten, Mediziner, Geschäftsleute? Weshalb gehörten Begriffe wie „Kaufmann“, „Börse“, „Fachschule“, „Fotos“, „Ansichtskarten“ und „Villa“ zum Alltag in Kokand im Osten des Landes? Welche außer „Gastarbayter“ gehören zum modernen usbekischen Wortschatz? Wie zeigt Deutschland heute im 21. Jahrhundert Präsenz in Usbekistan?

Copernicus-Stipendiat Alisher Khodjimatov studiert Germanistik an der Weltsprachenuniversität für Deutsche Philologie in Taschkent, Usbekistan. Nach einem kurzen Einblick in die Geographie, Kultur und Geschichte seiner Heimat wird er über die Seidenstraße und über die vielen Spuren, die die Deutschen in der Vergangenheit in Usbekistan hinterließen sowie die, die heute entstehen, informieren. Anschließend besteht die Möglichkeit, Fragen zum Thema zu stellen und die Diskussionsrunde mit eigenen Beiträgen zu bereichern.

Der Verein lädt die Teilnehmer im Anschluss an die Veranstaltung zu weiteren Gesprächen im informellen Rahmen bei einem kleinen Buffet mit Getränken und selbst zubereiteten osteuropäischen Spezialitäten ein. Der Eintritt ist frei. Spenden für die Arbeit des Vereins sind willkommen. Diese Einladung kann gerne an Freunde und andere Interessenten weitergegeben werden!

Copernicus Berlin e.V. ist ein von Studenten, Absolventen und jungen Berufstätigen getragener gemeinnütziger Verein, der in den zehn Jahren seines Bestehens 71 Studenten aus 20 Ländern ein Stipendium in Berlin ermöglicht hat. Neben dem Studium an einer deutschen Universität absolvieren die Stipendiaten ein mehrmonatiges Praktikum und werden von Mentoren intensiv und persönlich betreut. Das Stipendium wird über Stiftungsgelder, Spenden und Patenschaften finanziert. Einen besonderen Aspekt des Copernicus-Stipendienprogramms ist die Unterbringung und Verpflegung der Stipendiaten in Berliner Gastfamilien.

Für weitere Informationen steht Ihnen unser Pressebeauftragter per E-Mail: presse@copernicus-stipendium.de zur Verfügung.

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