Copernicus Stipendium e.V. – Blog random header image

Abschlussbericht Yanina Sedelnik

November 3rd, 2010 by clara
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Ein halbes Jahr meines Aufenthaltes in Deutschland steht hinter mir. Ich habe viel Neues erlebt, interessante Leute kennengelernt, und auch viel nützliches für mein weiteres Leben gelernt.
Ein halbes Jahr in Deutschland mit Copernicus sind das Studium an einer deutschen Universität, das Praktikum in einem Unternehmen, Organisation oder Zeitung, einen Bezug zu Osteuropa haben, das Leben in einer deutschen Gastfamilie und das Zusammensein mit den Aktiven in Copernicus – davon handelt mein Abschlussbericht.

Das Studium: das deutsche Universitätssystem unterscheidet sich gründlich vom belarussischen System. Die Ausbildung ist so eingerichtet, dass der Student selber viel machen muss, an der Uni bekommt er nur die Grundkenntnisse und fast keinen Zwang zum Lernen. Deswegen hatte ich anfangs nicht nur Sprach-, sondern auch Konzentrationsprobleme. Der Student aus Belarus, der als Copernicus Stipendiat nach Deutschland kommt, muss vor der Einreise das deutsche System studieren. Meiner Meinung nach habe ich zu wenig darüber gelesen. Man muss den Unterschied zwischen den Anforderungen zum Bachelor- und Masterstudium kennen. Wie auch z.B. wissen, was eine Klausur oder was eine Hausarbeit ist.
Die Anforderungen an der deutschen Universität waren gerecht. Aber ich selbst habe damit ein bisschen Probleme bekommen, weil ich erstens Hausarbeiten und nicht Klausuren schreiben musste, und zweitens die Stadt verändert habe. Aber das deutsche Universitätssystem finde ich definitiv viel progressiver, als unseres. Während bei uns noch sowjetische Regeln an den Unis herrschen, sind die Professoren in Deutschland viel moderner. Sie benutzen aktiv das Internet, wissen was Facebook oder Twitter ist und haben nichts dagegen, weil sie, wie meisten Menschen der europäischen Welt, die Rolle der sozialen Medien anerkannt haben. Als Beispiel kann ich ein Ereignis nennen: eines Tages, während der WM, hat der Professor an er Uni erlaubt, im Unterricht ab und zu in den Laptop zu gucken, um den Zwischenstand zu folgen. Natürlich wurde der Unterricht damit nicht unterbrochen, die Studenten konnten sich sogar mehr entspannen. Das heißt meiner Meinung nach Demokratie.

Praktikum: Diesen Punkt kann ich persönlich unendlich loben. Meine Situation war anders, als bei den anderen Stipendiaten, weil ich das Praktikum nicht in Berlin, sondern in Bonn bei der Deutsche Welle gemacht habe. Einerseits hatte ich natürlich anfangs Schwierigkeiten, da ich hier so zu sagen ganz alleine war (ohne Copernicaner, ohne andere Stipendiaten). Dazu hatte ich auch ein Missverständnis mit meiner zweiten Gastfamilie. Aber dafür war mein Praktikum echt super. Das war ohne ein Wort zu lügen das beste Praktikum in meinem professionellen Leben. Während meines Praktikums konnte ich mich endlich als Journalistin frei und entspannt fühlen, ich könnte jeden Tag etwas Neues erfahren und viel lernen. Ich hatte meinen eigenen Arbeitsplatz, was ich z.B. während meinen Praktika in Belarus niemals gehabt hatte. Und natürlich habe ich ein nettes Team kennengelernt, junge attraktive Leute, die dich verstehen und als einen richtigen Mitarbeiter schätzen.
Ich habe von der Deutschen Welle z.B. die Aufgabe bekommen, im russischen Konsulat einen Beitrag zu machen, was mir viel gebracht hat.
Darüber hinaus habe ich mich für immer in die Stadt Bonn verliebt. Man sagt oft, das Berlin international und multikulturell ist. Über Bonn kann ich das auch sagen, aber diese Stadt ist nicht nur „multikulti“ wie die Hauptstadt, sondern auch ruhig und sauber, was in Berlin meiner Meinung nach fehlt.

Gastfamilien:
So ist es geschehen, dass ich nicht eine, sondern drei Gastfamilien gehabt habe. Die Idee, Stipendiaten anstatt in einer WG oder im Studentenwohnheimen unterzubringen, in Gastfamilien unterzubringen, finde ich gleichzeitig gut und schlecht. Das Leben in drei deutschen Gastfamilien war für mich immer anders, d.h. man lernt nicht sosehr die deutsche Mentalitätsbesonderheiten, sondern einfach die Leute kennen. Das ist wie im Gewinnspiel: entweder ist man Gewinner, oder Verlierer. Es hängt davon ab, ob du dich persönlich zu den anderen Leuten angezogen fühlst, oder nicht. Die Besonderheiten der deutschen Mentalität habe ich schon in der Kindheit kennengelernt, deshalb waren für mich neue Leute erstrangig als Leute interessant.
In meiner ersten Gastfamilie, oder genauer gesagt bei meiner Gastmutter Eva habe ich mich gut gefühlt. Die Frau hat mir viel Freiheit gegeben und hat für mich ab und zu sogar gekocht, was ich nach drei Jahren „für mich selber kochen“ wirklich toll fand. Sie hat auch mit mir gesprochen, damit ich mein Deutsch verbessern konnte. Ich habe ihre Tochter, Enkelkinder, ihren Sohn und Nachbarn kennengelernt. Also habe ich mich als Teil einer großen Familie gefühlt.
Meine zweite Gastfamilie wohnt in Erftstadt. Das sind die Leute, mit denen ich mich weniger verstanden habe, weil ich den zu spezifisch fand. Am ende dieses Aufenthaltes habe ich bestimmte Schlussfolgerungen gezogen und viele Sachen für mein weiteres Leben verstanden.

Aber…Alle gute Dinge sind drei, sagt ein bekannter Spruch. So war es auch in meinem Fall. Ich bin dem Schicksal dafür dankbar, das der mich mit meiner dritten Gastfamilie zusammengebracht hat. Den letzen Monat meines Aufenthaltes in Deutschland habe ich mit wesensverwandten Leuten verbracht. Das neunjährige Mädchen ist meine Schwester geworden, die Frau und den Mann fand ich von Anfang an einfach cool. Die anderen Kinder waren alle auch besonders nett zu mir. Und wenn mich jemand fragen würde, ob ich eine richtig deutsche Gastfamilie kenne, werde ich mich immer an diese Familie erinnern. Ich schreibe wieder ohne zu lügen, ich würde gerne meine Gastmutter Christine als meine echte Mutter haben – solche Frauen sind ein Schatz – lieb, nett, schöpferisch und stark. Also, von meiner dritten Gastfamilie bin ich wohl begeistert.

Copernicus: das Programm gibt einem Studenten, der wie in meinem Fall nicht aus einem EU Land kommt, die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln, den Bekannten- oder Freundeskreis zu verbreiten, die Systeme an der deutschen und der Heimatuniversität zu vergleichen, dazu noch ein bisschen zu reisen und über das Leben nachzudenken. An Copernicus hat mir besonders gefallen, das uns das moderne und junge Team begleitet hat. Man konnte sich fast in jedem Fall an sie wenden, und man bekam Antwort auf Fragen. Was mir an dem Programm persönlich gefehlt hat, ist die Organisation. Ich habe erwartet, dass alles viel besser organisiert wird, dass wir am Anfang unseres Aufenthaltes ein festes Programm bekommen und alle Formalitäten leicht erledigt werden. Deshalb habe ich mich am Anfang ganz einsam und hilflos gefühlt. Mein Tipp an Copernicus wäre: ein sehr gut organisiertes Programm im ersten Monat zu haben. Alles, angehend von der Anmeldung in der Stadt bis zur Erklärung, die das Uni- und Banksystem funktioniert, muss gut und ausführlich erklärt werden. Man muss denke ich nicht vergessen, dass Stipendiaten aus verschiedenen Ländern kommen, verschiedene Alter und soziale Lebenshaltungen haben.

Aber insgesamt bin ich dem Copernicus und allen Aktiven natürlich sehr dankbar. Während meines Aufenthaltes in Deutschland habe ich Zeit bekommen, um nachzudenken, und Pläne für mein weiteres Leben in Belarus zu schmieden. Jetzt weiß ich Bescheid, was ich weiter machen soll. Hier in Deutschland habe ich mindestens zwei wichtige Entscheidungen getroffen.
Ich habe mich in Deutschland stark verändert, ich weiß nicht, ob es gut oder schlecht ist, noch schwer zu definieren, aber ich weiß, – ehemalige Jana kommt nicht mehr. Ich habe in Deutschland viel Erfahrung gesammelt und ich hoffe, dass es nur Vorteile in meinen Leben bringt.

Den zukünftigen Stipendiaten wünsche ich mindestens von Anfang an viel mit Copernicanern und anderen Stips zusammen zu sein. Bevor man einreist, sollte man im Internet die Stadt Berlin kennenlernen und einen kleinen Plan machen, wohin man möchte, was man unbedingt machen und erreichen will.
Yanina Sedelnik

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Abschlussbericht Katarzyna Grzeganek

Oktober 25th, 2010 by clara
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Es ist kaum zu glauben, dass das Stipendium schon zu Ende ist. Die sechs erlebnisreichen Monate sind schnell vergangen. Vor der Anreise und am Anfang hier in Berlin habe ich mehrmals gedacht, wie ich diese sechs lange Monate, ohne die Familie und Freunde überlebe. Ich hatte Angst vor Neuem, Unbekannten. Jetzt am Ende kann ich sagen, dass ich mich natürlich freue wieder bald zu Hause zu sein aber auch, dass es mir schwer fällt, mich von Berlin zu verabschieden.

Fangen wir aber mit dem nicht leichten Anfang an. Ich kann mich sehr gut an den ersten Tag in Berlin erinnern. Ich kannte schon ein bisschen die Stadt, mindestens die bekanntesten Merkmale, wie Brandenburger Tor, Fernsehturm und Reichstag, deshalb wusste ich was ich von der Stadt erwarten konnte. Ich bin am Ostermontag in Berlin Hauptbahnhof angekommen. Da ich aus dem Zug mit einem deutschen unbekannten Mann ausgestiegen bin, der sich um meinen schweren Koffer gekümmert hat und ich mich von ihm nicht so schnell verabschiedet konnte, hatte ich zunächst einen eher negativen Eindruck gemacht. Es sah nämlich so aus, als hätte ich meinen Freund nach Berlin mitgebracht. Ich wurde aber schnell von Paulina und meinem derzeitigen Mentor befreit und alles wurde glücklicherweise geklärt. Die erste Woche habe ich leider in einem Hostel verbracht, weil meine Gastfamilie noch im Urlaub war. Die ersten Tage waren ziemlich anstrengend – die Formalitäten an der Uni, auf der Bank, in der Krankenkasse und in der Anmeldebehörde zusammen mit immer neuen Leuten in dem Hostel-Zimmer. Die Zeit war aber zum Glück schnell vorbei.

Bereits am ersten Wochenende fand das Seminar in einem, mitten im Wald gelegenen, Schloss in Wendgräben statt. Es war eine tolle Gelegenheit die Stipendiaten und Copernicaner aus Hamburg und München kennen zu lernen. Das Seminar werde ich sicherlich lange im Gedächtnis behalten. Nicht nur aufgrund des interessanten Themas (Parlamentarismus in Osteuropa), sondern vor allem, weil wir dort über den Flugzeugsabsturz bei Smolensk erfahren haben. Nach dem von ganz unterschiedlichen Gefühlen geprägten Wochenende hat das Studium an der Uni begonnen.

Das Studium an der Humboldt-Universität zu Berlin betrachte ich als eine tolle Chance, Fachgebiete, die ich schon zuvor an meiner heimischen Universität studiert habe, aus einer anderen Perspektive kennen zu lernen und dadurch mein Fachwissen zu vertiefen. Zwischen dem deutschen und
polnischen Unisystem bestehen selbstverständlich Unterschiede. Das polnische System ist im Vergleich mit dem deutschen deutlich mehr verschult. An meiner Uni in Polen gibt es viele Lehrveranstaltungen, die wir in einem bestimmten Semester bestehen müssen. Die deutschen Kommilitonen haben deutlich mehr Freiheit in der Gestaltung des Stundenplanes. Am Anfang des Semesters hatte ich Probleme, alle Inhalte sprachlich gut zu verstehen. Es gab viele Fachbegriffe, deren Sinn ich schon nicht selten auf Polnisch kannte, die ich aber dann
praktisch von Anfang an auf Deutsch lernen musste. Besonders gut hat mir die positive Einstellung der Dozenten den ausländischen Studenten gegenüber gefallen. Wir wurden in die Veranstaltungen mit einbezogen und als Teil einer Gruppe betrachtet. Da ich meine Magisterarbeit über das deutsche Banksystem in der Krisenzeit schreibe, habe ich mich vor allem über die Teilnahme an der Vorlesung Banken II gefreut. Praxisnahe Beispiele und Diskussionen über aktuelles Geschehen in der Wirtschaftswelt haben dazu beigetragen, dass die Veranstaltungen nicht nur interessant sondern auch lehrreich waren. Die größte Angst hatte ich natürlich vor drei Klausuren, die ich am Ende des Semesters abgelegt habe. Am Ende hat sich aber ergeben, dass die Arbeit mit unerwartet guten Noten belohnt wurde und manchmal auch weniger Zeit kostete, als das Schreiben von Hausarbeiten. Ich konnte meine Deutschkenntnisse auch durch die Teilnahme an dem Wirtschaftsdeutschkurs verbessern. Als Inhaberin eines virtuellen polnischen Restaurants in Berlin habe ich die Besonderheiten der  Geschäftskommunikation in Deutschland kennen gelernt und hoffe diese Erfahrungen in meinem zukünftigen Berufsleben benutzen zu können. Ich habe die Zeit hier in Berlin dazu genutzt, um in der Bibliothek für meine Magisterarbeit zu recherchieren.

Ein wichtiger Bestandteil des Stipendiums ist neben dem Studium auch das Fachpraktikum. Nach dem Motto „learning by doing“ suchten wir mit der Unterstützung von Copernicus selbst nach einem passenden und interessanten Praktikumsplatz. Mit jedem neuen Bewerbungsschreiben und noch mehr mit jedem Vorstellungsgespräch war natürlich sehr viel Stress verbunden. Insgesamt habe ich aber dadurch ein paar gute Erfahrungen für mein zukünftiges berufliches Leben gesammelt. Sogar die skurrile Frage „Wie viele Autos werden jährlich vom VW in Brasilien verkauft? “ war ein lehrsamer Teil eines Interviews.

Ich habe mein zweitmonatiges Praktikum bei Pumacy Technologies AG, einem Lösungsanbieter aus dem Bereich Wissens-, Innovations- und Prozessmanagement absolviert. Zu meinen Aufgaben zählte u.a. die Vorbereitung einer kurzen Studie zum Thema Wikis für Wissensmanagement in einer Organisation und Arbeit an dem Projekt Regioneers, einem Portal mit regionalen Innovationen. Ich habe während meines Praktikums viel Neues gelernt und Sachen gemacht, die ich nie zuvor zu machen vermutet habe. Das Praktikum war eine große Herausforderung für mich aber es hat auch viel Spaß gemacht. Ich bin auch sehr positiv über die gute Zusammenarbeit mit den deutschen Kollegen überrascht.

Ein wichtiger Punkt für mich war auch mein Länderabend zum Thema Wirtschaftswunder an der Weichsel?, der professionell und mit hohem Engagement von Guarani koordiniert und organisiert wurde. Ich kann mir nicht vorstellen, wie es ohne seine Hilfe und Unterstützung verlaufen wäre. Sein Engagement hat mich auch motiviert, mich wirklich gründlich vorzubereiten. Vielen Dank Guarani! Zur Vorbereitung für den Länderabend habe ich zum Thema einen Artikel für ein deutsch-polnisches Magazin geschrieben und ein Radiointerview gegeben. Es waren auch tolle Erfahrungen für mich. Am Länderabend-Tag war ich sehr nervös. Letztendlich war vielleicht nicht alles perfekt, aber auch deutlich besser als ich mir das zunächst vorgestellt habe. Es war vor allem eine gute Übung einen Vortrag vor einem breiten und vielfältigen Publikum zu halten.

Ein Highlight war auch sicherlich das 10jährige Jubiläum. Es war nicht nur eine tolle Gelegenheit zusammen mit Alumni, Copernicaner und Gasteltern zu feiern, sondern zu hören in Gesprächen mit ehemaligen Stipendiaten, welche Auswirkung das Stipendium auf ihr zukünftiges Leben hatte. Mir persönlich ist es noch schwer zu schätzen, was das Programm mir für die Zukunft bringen wird. Klar mein Deutsch hat sich verbessert, ich habe das Leben in Deutschland näher kennengelernt. Wie ich es in ein paar Jahren beurteilen werde, weiß ich aber noch gar nicht. Ich bin auch gespannt nach der Rückkehr nach Polen zu erfahren, ob ich mich persönlich verändert habe.

Die Idee des Copernicus-Programmes, die hauptsächlich auf zwei Punkten basiert, und zwar auf Gastfamilien und Mentoren, finde ich einfach toll. Auf jedem Fall soll Copernicus auf diese zwei Merkmale nicht verzichten. Ohne Gastfamilien und ohne Mentoren gäbe es kein Copernicus sondern einfach Erasmus für Studenten aus MOE und Zentralasien. Bei mir, sowie bei meinen Mitsipendiaten, hat das Konzept mit Mentoren leider nicht gut geklappt. Ich konnte kaum auf Unterstützung von meinem offiziellen Mentor rechnen. Es gab aber im Verein Leute, die mir dann ihre Hilfe angeboten haben. Ich wurde nicht im Stich gelassen. Diana und Guarani, vielen Dank! Bei der Auswahl von Mentoren muss man mehr auf ihre persönlichen Eigenschaften achten und ihnen bewusst machen (aber eher nicht in Form eines quasi Vertrages, weil es sich um ehrenamtliches Engagement handelt), dass sie auch gewisse Verantwortungen haben. Aus eigener Erfahrung kann ich unterstreichen, dass man als Stipendiat mit der Hilfe von Mentoren vor allem Anfang rechnet, wenn alles neu und anders ist.

Es gibt auch Meinungen, dass Copernicus vielleicht auf die  Zusammenarbeit mit Gastfamilien verzichten soll. Sicherlich ist die Gastfamiliensuche nicht einfach und kostet viel Aufwand. Manchmal muss man auch mit Problemen der Verständigung zwischen Stipendiaten und Gasfamilien rechnen. Diese Nachteile sind aber kein ausreichender Grund, um auf die Unterstützung und Betretung der Stipendiaten seitens der Gastfamilien zu verzichten. Ich habe bei einer Gastfamilie in Griebnitzsee in Potsdam gewohnt. Ich hatte das Glück zu beobachten, wie eine deutsche Familie mit vier Kindern alltäglich lebt. Ich habe es leider nicht richtig geschafft den Kindern Polnisch beizubringen (was der größte Wunsch meiner Gastmutter war), aber es war immer lustig und nett mich mit ihnen auf Polnisch zu unterhalten und zusammen zu spielen. Ich bin meiner Gastfamilie für die Unterstützung sehr dankbar.

Ich habe auch die Gelegenheit wahrgenommen, an verschiedenen kulturellen Veranstaltungen – von Filmfestivals, über Museumsbesuche, bis zu Veranstaltungen in Stiftungen und Botschaften teilzunehmen. Berlin bietet die Qual der Wahl an verschiedenen kulturellen Tätigkeiten. Man darf es nicht verpassen.

Copernicus  besteht vor allem aus Menschen, die im Verein ehrenamtlich tätig sind. Vielen Dank für die Gasteltern und Copernicaner für jede Unterstützung. Besten Dank auch an Paulina, Georgi und Yana. Ich habe in Berlin ein paar gute Freunde gewonnen und hoffe wir bleiben lange im Kontakt. Es war toll, euch kennen zu lernen und dieses halbe Jahr zusammen in Berlin zu verbringen. Ich freue mich, dass ich als Stipendiatin ein Teil dieses Programmes sein konnte. Danke für die Chance, die Copernicus mir angeboten hat. Ich wünsche euch weiter viel Erfolg. Ich freue mich auf das 15jährige Jubiläum.

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Ich war ein Berliner

Oktober 25th, 2010 by clara
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“Ich werde stolz auf mich sein, wenn ich die Möglichkeit habe, wie der amerikanische Präsdent John Kenedy Lesungen an der Freien Universität zu besuchen, durch die Hauptstadt Deutschlands rundzugehen und sechs Monate mit dem Gedanken aufzuwachen: „Ich bin ein Berliner“.”

So endet mein Motivationsschreiben für das Copernicus Stipendium, das ich vor einem Jahr geschrieben habe. 1 Jahr. Genau das ist der Zeitraum zwischen meine Bewerbung und mein Abschlussbericht. Ja, ich habe das Copernicus Stipendium gewonnen und ich wurde „ein Berliner“. Und ich bin stolz darauf. Und jetzt sage ich Ihnen wie dieses Jahr für mich war.

Deutschland ruft dich.
Erst muss ich sagen, dass es nicht geplant war, ins Ausland zu gehen. Im Sommer 2009 arbeitete ich schon zwei Jahre beim größten bulgarischen Medienverlag, studierte ich an der Witschaftsuniversität Sofia und alles lief wie ich wollte. Als junger Wirtschaftsredakteur verfolgte ich täglich (besser gesagt stündlich) die Konjuktur in der Welt und in Bulgarien und sah ich, wie die ganze Welt Pleite ging. Besonders Bulgarien. Offiziell war das Land eine „Insel der Stabilität“, so beschrieben die regierenden Parteien die Situation, aber die Unternehmen waren nicht dieser Meinung. Die Probleme in unserem Verlag wurden mehr und mehr. Niemand konnte ruhig arbeiten, weil niemand sicher sein konnte, dass er morgen noch Arbeit haben würde. Jeder suchte eine Alternative. Ich fand meine. Copernicus.
„Ich ging dorthin zum Studieren, wo keine Bomben gefallen waren“, sagte zu mir unser bester Familienfreund aus Deutschland. Er war damals (in den ‘40 Jahren) Student in Sofia, aber später ist er nach Breslau (damals Deutschland) umgezogen, um weiter zu studieren. Ich habe seinem Beispiel gefolgt. Und ich habe mich für ein Copernicus Stipendium beworben. In den ’40 Jahren gab es den Weltkrieg, in 2009 gab es die Weltkrise.

Grüße aus der Humboldt-Universität
Ich kam am 28. März 2010 nach Berlin. Schön war, dass damals noch die Stipendiaten vom Winteremester, Alischer und Yulia, da waren. Sie haben mir die ersten wichtigen Tipps gegeben, die ich später wirklich genutzt habe. Danke dafür.

„Grüße aus der Humboldt-Universität“, solche Meldung habe ich an meinem Vater im Jahr 2007 geschickt, als ich in Berlin zu Besuch war und in dem Gebäude von der HU spazieren ging.

Ich hatte ein besonderes Gefühl damals, deswegen waren die ersten Tagen an der Uni speziel für mich. Und auch schwierig. Ich wusste nicht, welche Fächer ich besuchen wollte/konnte und wie alles im deutschen Unisystem funktioniert. Es gibt wirklich große Unterschiede im Vergleich mit Bulgarien, wie vielleicht auch mit den anderen osteuropäischen Ländern. „Verbring nicht die ganze Zeit an der Uni“, lautete ein Tipp von den alten Stipendianten. Das bedeutete nur, dass Berlin zu viel bieten kann, um seine Zeit nur an der Uni zu verbringen. Als ich meine Fächer wählte, habe ich gerade daran gedacht. Für ein Semester kann man nicht so viel lernen, aber viel sehen. Wenn man das ganze Semester in der Bibliothek verbringt, warum ist man dann in die Hauptstadt Deutschlands gekommen? Die Erfahrung ist manchmal wichtiger als das Wissen.

Hier muss ich aber sagen, dass es sehr schwierig ist, in einer fremden Sprache zu studieren. Deswegen muss man sich auf jeden Fall viel Mühe geben. Am Anfang fragte ich mich jeden Tag, ob ich alles richtig verstehe. Seien Sie beruhigt, kein ausländischer Student kann von Anfang an alles verstehen. „Du wirst alles von den Vorlesungen verstehen, wenn das Ende des Semesters erreicht ist“, so antwortete eine Freundin aus Bulgarien auf meine Frage, ob es schwierig ist auf Deutsch zu lernen. Sie hat wirklich Recht.

Ob ich die besten Fächer gewählt habe, ob ich noch etwas besuchen will/kann, das fragte ich mich in den ersten Wochen des Studiums. Ich wusste aber, dass egal was ich wähle, es in meinem Land nicht anerkannt wird. Deswegen hatte ich die Freiheit in verschiedenen Fakultäten viele Fächer zu besuchen die Interessant für meine eigene Entwicklung waren. Denken Sie daran, was Sie wirklich hier lernen wollen.

Goethestr.42
Das ganze Semester habe ich an dieser Adresse verbracht. Ich wohnte bei Frau Renate Puppel. Und jetzt frage ich mich was hat das mir gebracht? Meine einfache Antwort ist – wenig bis gar nichts.
Als ich nach Deutschland kam, kannte ich schon verschiedene deutsche Familien. Mit allen habe ich mich immer so gut verstanden, ich fand all diese Leute unglaublich nett. Obwohl die meisten Rentner sind, betrachte ich diese Leute als gute Freunde, mit denen ich mich gut verstehe und alles besprechen kann. Mit diesen Gedanken verbrachte ich die ersten Tage bei Frau Puppel. „P.S. Ich will betonen, Frau Puppel ist eine ganz nette und kluge Frau (…)“, mit diesen Worten beendete ich einen Brief an meine Familie am 5.April. Ich war wirklich beeindruckt von Frau Puppel. Sie ist wirklich eine nette Frau.

Ich bin aber auch nett. Zwei nette Leute lebten in einer Wohnung zusammen. Und vielleicht deswegen gab es so viel Ärger. Mich interessiert aber warum? Warum war es so schwierig uns gegenseitig zu verstehen? Ich gebe Ihnen die Erklärung: Alles lag in unseren verschiedenen Erwartungen. Meine Erwartung war, dass ich alles machen konnte, wie ich wollte, solange ich die s.g. „Hausregeln“ folgte. Ich denke, dass jeder Stipendiat das erwartet.
Um konkret zu sein: Ich erwartete, dass mein Zimmer für 6 Monate wirklich mein Zimmer ist, wo ich meine Ruhe genießen kann. Es ist so, weil ich oft Tage lang in meinem Zimmer sitze und schreibe, schreibe, schreibe.

Aber meine Gastmutter war nicht dieser Meinung. Ihre Erwartungen waren … was waren eigentlich ihre Erwartungen? Diese Frage kann ich immer noch nicht beantworten. Ich muss aber sagen, dass sie mir Unterkunft gegeben hat und ich das sehr schätze. Ich bin dankbar, dass ich bei ihr gewohnt habe. Danke, Renate.

„Hast du schon ein Praktikum?“
War die meist gestellte Frage seit Juni in Copernicus. „Nein, noch nicht“, antwortete ich immer. Ich betone, ein Praktikum in Deutschland ist gar nicht einfach zu finden, besonders für Ausländer. Man muss wirklich wissen, was man machen möchte und klar seine Prioritäten folgen. Ich wusste genau, was ich wollte und schrieb das noch in meiner Bewerbung „Medien wie die Berliner Zeitung, Berliner Morgenpost, der Tagesspeigel haben die Geschichte verfolgt (…). Gerne würde ich 2 Monate in diesen oder in den anderen Medien verbringen.“. Und ich habe es geschafft! Das kostete viel Mühe, viel Zeit und viele Bewerbungen. Mein bester Schritt war das persönliche Gespräch mit Axel Springer AG im Mai. Zwei Monate später haben mich die Leute von der Personalabteilung angerufen und ein Praktikum angeboten. Ein Traum! Noch besser war, dass ich zwei Plätze bekam – einen bei BILD am SONNTAG und einen bei DIE WELT. Das war eine tolle Erfahrung, das war ein richtiger Traum. Es war schwierig, Deutsch zu schreiben ist gar nicht einfach, aber das Gefühl im grössten Verlag Europas zu arbeiten ist unvergesslich.

Georgi Minev Dankt
RBB TV berichtete Ende Mai über Copernicus (wer das verpasst hat, http://www.rbb-online.de/kowalskitrifftschmidt/archiv/kowalski_trifft_schmidt24/02.html ). Der Bericht hieß „“Copernicus“ sei Dank“. Ich schrieb den Titel um.

Ich bedanke mich bei Copernicus e.V. für die Möglichkeit, die der Verein mir gegeben hat. Das war mein erster Aufenthalt im Ausland und eine wirklich wichtige Erfahrung für mich. Diese 6 Monate waren voller mit Emotionen – entweder positive oder negative, aber nie langweilig. Danke, Copernicus, danke!

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Rückblick auf den Länderabend: Wirtschaftswunder an der Weichsel? (01.09.2010)

Oktober 6th, 2010 by Guarani
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Am 1. September fand der letzte Copernicus-Länderabend im SoSe 2010 statt. Katarzyna Grzeganek, BWL-Studentin

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aus Polen, hat über die aktuelle Lage der polnischen Wirtschaft berichtet. Zuvor am 29. August wurde Katarzyna von Radio Berlin Brandenburg zu diesen Thema interviewt. Ihr Artikel zur selben Thematik erscheint in der aktuellenAusgabe der Deutsch-Polnische Zeitschrift für Deutschland Polonica.

Katarzyna Grzeganek

Polen ist das einzige Land der EU, das im Krisenjahr 2009 seine Wirtschaftsleistung steigern konnte. Die Referentin versuchte die Antwort zu finden, ob dieses Wachstum nur der zufälligen Konstellation einzelner Faktoren zu verdanken ist oder ob es sich um einen echten Aufschwung handelt. Die polnische Regierung ist überzeugt, dass Polen es nur sich selbst zu verdanken hat. Das Wachstum wurde von der Regierungsseite geschickt genutzt um einen Medialerfolg zu erzielen und den Bürgern zu zeigen, dass das Versprechen des Wirtschaftswunders in Polen von Donald Tusk aus seiner ersten Regierungserklärung gehalten wurde. Polen wurde als grüne Insel im roten Rezessionsmeer bezeichnet.

Katarzyna hat mehrere Aspekte erwähnt, die als Grundlage der positiven Wirtschaftsentwicklung in Polen gelten. Zu den Erfolgsfaktoren zählen u.a.:

  • hohe Bedeutung des heimischen Konsums,
  • keine hohe Abhängigkeit vom Export und der am meisten von
    der Krise betroffenen Branchen,
  • Abwertung des Zloty,
  • stabiles Bankensystem und
  • Investitionen in die Infrastruktur des Landes aus europäischen Fördermitteln. 

Zudem hat Katarzyna unterstrichen, dass die wirtschaftliche Situation Polens nicht in allen Aspekten stabil ist. Vor allem die schwierige Lage der öffentlichen Finanzen und die hohe Arbeitslosigkeit bereiten Sorgen. Polen braucht starke Reformen, vor allem im Sozialsystem, welches seinen Anforderungen längst nicht mehr gerecht wird.

Länderabend

Im zweiten Teil der Präsentation wurde die Auswirkung des wirtschaftlichen Erfolgs Polens auf die deutsch-polnischen Grenzregionen dargestellt. Polen wird von deutschen Unternehmen als attraktivster

Lebhafte Diskussion zum Thema

Investitionsstandort Mittelosteuropas gesehen. Die direkten Investitionen der deutschen Firmen in Polen sind gestiegen. Interessante Entwicklungen sind auch auf beiden Seiten der Oder zu beobachten. Seit langem fahren Polen nach Deutschland, um dort das Geld zu verdienen. Jetzt haben sich die Verhältnisse teilweise geändert. Immer mehr Ostdeutsche verdienen ihr Geld in Polen, während die Polen nach Deutschland fahren, um dort zu wohnen und ihre Firmen zu gründen.
Katarzyna hat eine kritisch zu beurteilende, aber auch interessante Prognose des “Center for European Policy Studies” (CEPS) in Brüssel herangezogen, laut dessen Polens Wirtschaft die deutsche Wirtschaft im Jahr 2040 überholen werde.

Anschließend gab es eine interessante Diskussion mit eingeladenen Gästen und ein kleines Buffet mit landestypischen Spezialitäten.

Am Ende des Abends noch ein Bild mit Stipendiaten, Gasteltern, Aktiven und verbliebene Besucher

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10 Jahre Copernicus Berlin – Persönliche Retrospektiven 10: Stipendiatin Eszter T., Ungarn (SS 2007)

September 27th, 2010 by Guarani
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Am Wochenende vom 10. bis 12. September 2010 feierte Copernicus Berlin sein 10-jähriges Bestehen im Rahmen einer Jubiläums Veranstaltung. Ein willkommener Anlass die Menschen, die dieses einmalige Stipendienprogramm prägen und geprägt haben, zur Wort kommen zu lassen, in Form eines Rückblickes.

Wir haben ehemaligen wie aktuellen Stipendiaten, Gasteltern und Aktiven Fragen zu Copernicus gestellt und veröffentlichen deren Antworten hier im Blog.

An diese Stelle bedanken wir uns bei den Förderern, die unserer Jubiläumsveranstaltung ermöglichten, namentlich die Stiftung Errinerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ), Robert Bosch Stiftung, Sigram Schindler Stiftung und die Werner Zapf Stiftung.

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Stipendiatin Eszter T., Ungarn (SS 2007)

1.      Welche 5 Stichworte fallen dir zu deiner Copernicus-Zeit ein?

Faszinierend, zu kurz, viele interessante Leute, aufregende, vielfältige Stadt, zahlreiche Bücher

2.      Hat dir das Copernicus-Stipendium Türen für dein weiteres Leben geöffnet und wenn ja, in welcher Form?

Während meiner Stipendienzeit wurde ich viel selbstbewusster. In dieser Zeit habe ich auch das Thema meiner Diplomarbeit gefunden. Zur Verwirklichung meiner Berufsziele habe ich vor, ein postgradualer Masterstudium in Berlin zu machen, dazu habe ich ein DAAD-Stipendium erhalten. Dies alles wäre ohne die Erfahrungen der von Copernicus ermöglichten Stipendienzeit nicht möglich geworden.

3.    Welche Punkte an unserem Stipendiatenprogramm findest du gut und Welche könnten wir aus deiner Sicht optimieren ?

Laut meiner Meinung braucht man vielleicht ein bisschen mehr Tipps und Tricks zu der Suche eines Praktikumsplatzes. Mein anderer Vorschlag bezieht sich auf das Lüneburg-Seminars: es wäre gut, wenn die Themen von den Stipendiaten vorgeschlagen werden, naturgemäß in Abstimmung mit der Organisatoren.

4.      Worüber lachst Du bist heute noch wenn du an deine Zeit als Stipendiat denkst?

Über unsere Kostüme, anlässlich des Umzugs der Karneval der Kulturen. [Read more →]

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10 Jahre Copernicus Berlin – Persönliche Retrospektiven 9: Gastfamilie von Moers

September 18th, 2010 by Guarani
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Am Wochenende vom 10. bis 12. September 2010 feierte Copernicus Berlin sein 10-jähriges Bestehen im Rahmen einer Jubiläums Veranstaltung. Ein willkommener Anlass die Menschen, die dieses einmalige Stipendienprogramm prägen und geprägt haben, zur Wort kommen zu lassen, in Form eines Rückblickes.

Wir haben ehemaligen wie aktuellen Stipendiaten, Gasteltern und Aktiven Fragen zu Copernicus gestellt und veröffentlichen deren Antworten hier im Blog.

An diese Stelle bedanken wir uns bei den Förderern, die unserer Jubiläumsveranstaltung ermöglichten, namentlich die Stiftung Errinerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ), Robert Bosch Stiftung,  Sigram Schindler Stiftung und die Werner Zapf Stiftung.

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Gastfamilie von Moers (Berlin – Zehlendorf)

1. Wie kamen Sie zu Copernicus?

Durch meinen Klassenkameraden und Kon-Abiturienten Dirk Ahlers in Hamburg, dessen Kinder Friederike und Felix zu den Mitgründern von COPERNICUS Hamburg gehört haben. Wir waren zu der Gründungsveranstaltung von COPERNICUS Berlin im November 2000 in die Berliner Eigentumswohnung der Familie Ahlers eingeladen, haben da die damalige Aktivitas von COPERNICUS Berlin und deren Programm kennengelernt und uns dafür erwärmen können, weil wir es gut fanden – und nach wie vor finden.

2. Was war für Sie der ausschlaggebende Grund, Gasteltern bei Copernicus zu werden?

Bei der Gründungsveranstaltung wurden die eingeladenen Gäste und so auch wir gefragt, ob jemand in der Lage und bereit sei, die russische Gaststudentin Oxana K. aufzunehmen, da damals noch in einem Studentenwohnheim untergebracht war, weil man für sie noch nicht eine Gastfamilie gefunden hatte. Wir haben uns dann mit Oxana unterhalten, sie zu uns eingeladen und ihr dann, da wir aneinander Gefallen gefunden haben, angeboten zu uns zu ziehen. Von diesem Angebot hat Oxana, nachdem sie es überdacht hatte, Gebrauch gemacht und ist dann Ende Dezember 2000 zu uns gezogen – was weder sie noch wir bereut haben; wir haben eine schöne Zeit miteinander verbracht. Weil die Zeit mit Oxana so erfreulich gewesen war, haben wir in den folgenden Semestern immer wieder mal eine Gaststudentin oder einen Gaststudenten aufgenommen und auch mit ihnen allen sehr gute Erfahrungen gemacht. [Read more →]

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10 Jahre Copernicus Berlin – Persönliche Retrospektiven 8: Stipendiatin Oksana V., Russland (WS 2000/01)

September 16th, 2010 by Guarani
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Am Wochenende vom 10. bis 12. September 2010 feierte Copernicus Berlin sein 10-jähriges Bestehen im Rahmen einer Jubiläums Veranstaltung. Ein willkommener Anlass die Menschen, die dieses einmalige Stipendienprogramm prägen und geprägt haben, zur Wort kommen zu lassen, in Form eines Rückblickes.

Wir haben ehemaligen wie aktuellen Stipendiaten, Gasteltern und Aktiven Fragen zu Copernicus gestellt und veröffentlichen deren Antworten hier im Blog.

An diese Stelle bedanken wir uns bei den Förderern, die unserer Jubiläumsveranstaltung ermöglichten, namentlich die Stiftung Errinerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ), Robert Bosch Stiftung, Sigram Schindler Stiftung und die Werner Zapf Stiftung.

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Stipendiatin Oksana V., Russland (WS 2000/01)

1.      Welche 5 Stichworte fallen dir zu
deiner Copernicus-Zeit ein?

the best time of my life (diese Worte waren lange das Allererste, was mir einfiel, wenn ich an die Zeit in Berlin zurückdachte – so stark waren meine Erlebnisse und Eindrücke)

GastFAMILIE (dank meinen wunderbaren Gasteltern wurde die Gastfamilie von Moers für mich zu einer wirklichen Familie)

angenehmes Flohbeißen (Gute-Nacht-Spruch von meinem Gastvater)

Tiergarten (war direkt am Studentenwohnheim – wegen Allergie auf Haustiere konnte man für mich zuerst keine Gastfamilie finden – , in dem ich die ersten 3 Monate als Copernicus-Stipendiatin verbracht habe, und somit der Lieblingsplatz zum Studieren, Spazierengehen, Joggen, Radfahren, Entspannen usw.auch  mit den Freunden aus dem Studentenwohnheim, die aus allen möglichen Ecken der Welt stammten: Spanien, Frankreich, Norwegen, Schweden, Indonesien, Pakistan, Kamerun usw.)

Versicherung (ich habe Versicherungstheorie und Versicherungsmanagement an der Humboldt-Universität studiert und dann bei Allianz AG mein Praktikum gemacht)

(Foto: Weihnachtsparty im Studentenwohnheim – Dez. 2000)

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Programm 10 Jahre Copernicus

September 2nd, 2010 by clara
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10 Jahre Copernicus – Das ist die Geschichte von 70 jungen Menschen aus 18 Ländern Mittel- und Osteuropas sowie Zentralasiens. Berliner Studenten und junge Berufstätige haben für sie ein sehr individuelles Stipendienprogramm auf die Beine gestellt, mit dem die Stipendiaten und Aktiven in jedem Semester gemeinsam gewachsen sind.

10 Jahre Copernicus – Das bedeutet gemeinsam zurückzublicken, Freunde wiederzutreffen und sich bei allen zu bedanken, die Copernicus in den vergangenen Jahren mitgestaltet haben.

Deswegen veranstalten wir anlässlich des 10-jährigen Jubiläums ein internationales Symposium zum Thema „Ein friedliches Europa”, eine Schifffahrt und eine Feier.

Das Jubiläum findet vom 10. bis zum 12. September in der „Alten Feuerwache” (Axel-Springer-Straße 40/41, Berlin Kreuzberg) statt. Wir freuen uns über eure Teilnahme. Anmeldungen: 10-jahre@copernicus-stipendium.de.

Das Programm unseres 10jährigen Jubiläums
vom 10.-12.09.2010 in Berlin

Freitag, 10.09.2010

19:45 Uhr

Treffpunkt am Ufer der Spree

Anlegestelle am Plänterwald Bulgarische Str./ Wasserstr. 12435 Berlin-Treptow

20:00 bis 23:00 Uhr

Schifffahrt und Begrüßung

Samstag, 11.09.2010

Tagungshaus Alte Feuerwache Axel-Springer-Str. 40/41 10969 Berlin-Kreuzberg

ab 09:00 Uhr

Empfang mit Kaffee und Tee

09:30 Uhr

Begrüßung und offizielle Eröffnung des Jubiläums durch Clara Kemme, Vorstandsvorsitzende Copernicus e.V.

09:40 Uhr

„10 Jahre Copernicus Berlin: Zur Geschichte des Vereins“

Axel Schuchart, Gründungsmitglied Copernicus Berlin

10:00 Uhr

„Copernicus und seine Partner“

Initiative Mittel- und Osteuropa

10:30 Uhr

„Copernicus aus der Sicht seiner Alumnis“

Lenka Bischof aus der Slowakei Copernicus Stipendiatin SoSe 2004

Ivan Samsonau aus Belarus Copernicus Stipendiat WiSe 2008/2009

11:00

Pause mit Kaffee und Tee

11:20 Uhr

„Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union, Deutschland und Osteuropa“

Manuel Sarrazin (Bündnis90/Die Grünen) – Mitglied des Bundestages

Anschließende Diskussion

12:20 Uhr

Mittagessen

13:30 Uhr

Parallele Workshops (von Copernicus-Alumnis in Kooperation mit OsteuropaexpertInnen):

„Interkulturelle Verständigung – ein Simulationsspiel“ Das BARNGA Tournier ist ein Kartenspiel wobei Herausforderungen der Kommunikation zwischen verschiedenen Kulturen bloßgelegt werden. Das Spiel wird in Stille gespielt, doch es gibt eine Falle… Plötzlich werden die Teilnehmer gezwungen zu kommunizieren und Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Kreative Lösungen werden gebraucht und gemeinsame Ziele gesucht.

Moderation: Jagoda Gandziarowska, Firmeninhaberin von Pracownia Gier, ein Training- und Consulting Unternehmen für Kommunikationsstrategien.

„Europäische Erinnerungsorte – zwischen nationale Erinnerung und gemeinsamer Identität“ Länder in Mittel- und Osteuropa begaben sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs auf eine neue Suche nach ihrer Identität. Bei der Rekonstruktion der eigenen, nationalen Geschichte entstand die Frage, inwiefern diese Länder Teil sind der europäischen Geschichtswahrnehmung oder ob sie einen eigenen geschichtlichen Weg gegangen sind. In diesem Workshop werden Europäische Erinnerungsorte bearbeitet. Wie wird Europa in Ländern Mittel- und Osteuropas definiert und hat Europa überhaupt eine einheitliche, definierbare Geschichte? Gibt es verschiedene Kulturräume (denk an den polnisch-ukrainisch-litauischen Kulturraum oder den Einfluss von Russland oder der Türkei)? Gibt es einen Raum namens Abendland und wo befindet er sich genau?

Referent: Dr. Zaur Gasimov, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Europäische Geschichte Mainz Kurzreferat: Katarina Illiushchenia aus Belarus (Copernicus Stipendiatin WiSe 2008/2009). Endre Sandor-Erdödi aus Rumänien (Copernicus Stipendiat WiSe 2002/2003).

„Folgen der Wirtschaftskrise für neue Mitgliedsstaaten der EU und seine Beitrittskandidaten“ In den Ländern der Region gerieten nach Einsetzen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise die zur Finanzierung von Leistungsbilanzdefiziten und Auslandsverschuldung notwendigen Kapitalzuflüsse ins Stocken und die Exporte brachen wegen des weltweiten Wachstumskollapses ein. Das zuvor beachtliche Wirtschaftswachstum, weitgehend finanziert durch Auslandskredite, ging kräftig zurück und die Arbeitslosigkeit nahm sprunghaft zu. In diesem Workshop werden von Panelisten aus der Region die Entwicklungen in Ihrem Land dargestellt. Zusammen mit dem Publikum werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet und die Entwicklungsstrategien für die Zukunft diskutiert.

Moderator: Dr. Wolfgang Glomb, Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte.

Panelmitglieder: Aleksandar Ivkovac, Gesandter bei der Botschaft der Republik Serbien in Berlin Frau Laleva, Erste Sekretärin der Bulgarischen Botschaft in Berlin Dr. Andreia Tolciu aus Rumänien (Copernicus Stipendiatin WiSe 2002/2003). Katarzyna Grzeganek aus Polen (aktuelle Copernicus Stipendiatin).

15:00 Uhr

„Ein friedliches Europa – die Rolle des Dialoges und Beispiele des Austauschs“ Zusammenfassung der Workshops und eine moderierte Diskussion

Moderator: Martin Volchanov

16:15 Uhr

Abschlusswort des Moderators zum Thema „Copernicus als Beispiel eines friedlichen Europas“

19:30 Uhr bis 00:00 Uhr

Jubiläumsfeier mit Abendessen

Tagungshaus Alte Feuerwache Axel-Springer-Str. 40/41 10969 Berlin-Kreuzberg

19:30 Einlass & Begrüßungssekt

19:55 Musikalisches Programm

20:00 Eröffnung des Jubiläumsfestes und Programmvorstellung durch Diana Zhamakochyan und Guarani De Morais

20:05 Eröffnungsrede von Herrn Fried Nielsen, Auswärtiges Amt

20:15-00:00 Empfang mit Jubiläumsbüffet Ukrainischer Gesang Kulturelles Programm mit Alumnibeiträgen Musik DJ Nachtwind (Eastern Europe & World Music)

21:00 Anschneiden der Geburtstagstorte

Sonntag, 12.09.2010

ab 10:30 Uhr

Empfang mit Kaffee und Tee

Tagungshaus Alte Feuerwache Axel-Springer-Str. 40/41 10969 Berlin-Kreuzberg

11:00 Uhr

„Vorteile und Nachteile des Stipendienprogramms aus erster Hand: Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Copernicus-Programm“

Khrystyna Pototska aus der Ukraine, Copernicus Stipendiatin WiSe2008/2009

11:20 Uhr

„Zukunftswerkstatt: Kritik und Vision zu Copernicus Berlin e.V.“

Moderierte Kleingruppen zur Vision und Nachhaltigkeit – Möglichkeiten und Chancen des Vereins.

12:20

Abschlusswort von Clara Kemme, Vorstandsvorsitzende Copernicus Berlin e.V.

12:30 Uhr

Abreise

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Copernicus-Länderabend “Wirtschaftswunder an der Weichsel?” am 01. September 2010

August 24th, 2010 by Sina-Mareen
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Copernicus Berlin e.V. lädt am Mittwoch, dem 1. September 2010, um 19.00 Uhr zu einem Länderabend mit dem Thema “Wirtschaftswunder an der Weichsel?” in die Räume der Heinz-Schwarzkopf-Stiftung in der Sophienstraße 28/29, Berlin Mitte herzlich ein.

Das Jahr 2009 erschütterte fast alle europäischen Volkswirtschaften. Ausgerechnet Polen, als einziges EU-Land, verzeichnete im selben Jahr eine Steigerung seiner Wirtschaftsleistung. Ist das Wachstum nur eine zufällig glückliche Konstellation einzelner Faktoren oder ist es einer soliden Wirtschaftspolitik zu verdanken? Handelt sich hier nur um eine Folge der europäischen Förderpolitik oder um einen echten Wirtschaftsaufschwung? Welche Auswirkungen hat es auf die deutsch-polnischen Grenzregionen?

Die polnische Copernicus-Stipendiatin Katarzyna Grzeganek studiert Betriebswirtschaftslehre an der Karol Adamiecki Wirtschaftsuniversität in Katowice. Katarzyna gibt einen Einblick in die Gestaltung der polnischen Wirtschaftspolitik während der Finanzkrise und untersucht, weshalb dieses Ergebnis die Regierung dazu veranlasste, Polen als grüne Insel im roten Rezessionsmeer medienwirksam zu bezeichnen. Welchen Anteil hat der Binnenmarkt an dieser Entwicklung? Spielen die Fördergelder aus Brüssel eine Hauptrolle? War es von Vorteil nicht zur Eurozone zu gehören? Außerdem: Hat diese Disparität in der Entwicklung auf beiden Seiten der Oder Folgen für die Grenzregionen und sind Chancen bzw. Risiken erkennbar? Anschließend besteht die Möglichkeit, Fragen zum Thema zu stellen und die Diskussionsrunde mit eigenen Beiträgen zu bereichern.

Im Anschluss an die Veranstaltung lädt der Verein die Teilnehmer zu weiteren Gesprächen im informellen Rahmen bei einem kleinen Buffet mit Getränken und selbst zubereiteten, polnischen Spezialitäten ein.

Der Eintritt ist frei. Spenden für die Arbeit des Vereins sind willkommen.

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10 Jahre Copernicus Berlin – Persönliche Retrospektiven 7: Gastfamilie Thierauch

August 19th, 2010 by Guarani
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Am Wochenende vom 10. bis 12. September 2010 feiert Copernicus Berlin sein 10-jähriges Bestehen im Rahmen einer Jubiläums Veranstaltung. Ein willkommener Anlass die Menschen, die dieses einmalige Stipendienprogramm prägen und geprägt haben, zur Wort kommen zu lassen, in Form eines Rückblickes.

Wir haben ehemaligen wie aktuellen Stipendiaten, Gasteltern und Aktiven Fragen zu Copernicus gestellt und veröffentlichen deren Antworten hier im Blog.

An diese Stelle bedanken wir uns bei den Förderern, die unserer Jubiläumsveranstaltung ermöglichen, namentlich die Stiftung Errinerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ), Robert Bosch Stiftung,  Sigram Schindler Stiftung und die Werner Zapf Stiftung.

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Gastfamilie Thierauch (Berlin – Zehlendorf)

1. Wie kamen Sie zu Copernicus?        

Durch Familie Moers

2. Was war für Sie der ausschlaggebende Grund, Gasteltern bei Copernicus zu werden?

Wir unterstützen eine Öffnung der BRD nach Osten (Europa reicht bis zum Ural!) und möchten die dortigen Länder und Völker mit uns freundschaftlich verbunden sehen. Das erweitert unseren Horizont

3. Gibt es ein gemeinsames Erlebnis mit einem Stipendiaten, an das Sie sich besonders gern erinnern?

Eine Radtour mit Besuch des Sowjetischen Ehrenfriedhofs in Pankow
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