Minderheiten in Georgien - Recht auf Leben?

Diversity Tree
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Einladung zum Länderabend

am Mittwoch, 13.01.2016, um 19 Uhr

Ort: MitOst e.V., Alt-Moabit 90, 10559 Berlin

Georgien ist ein Land, in dem die verschiedenen ethnischen, religiösen und sexuellen Minderheiten immer zusammen gelebt haben. Historisch waren die Georgier besonders tolerant gegenüber anderen. Die Lage des Landes begünstigt eine vielfaltige und multikulturelle Gesellschaft. Aber gibt es unter dieser Toleranz versteckten Rassismus oder Sexismus? 


Die orthodoxe Religion ist sehr stark in Georgien. Manche Gläubigen denken, dass sexuelle Minderheiten gar kein Recht auf das Wort, auf die Wahl und überhaupt, auf das Leben haben. Warum sind gerade Mitglieder einer Institution, die Toleranz predigt, dieser Meinung? Wird das Thema einfach falsch verstanden? 
Eine der größten ungelösten Fragen in Georgien ist laut der EU der Schutz der Minderheiten. 

Seit die georgische Regierung ein Antidiskriminierungsgesetz geschaffen hat, gibt es starke Proteste. Von der Bevölkerung wurde dieses Gesetz so aufgefasst, dass ihre eigenen Rechte zu Gunsten der Minderheiten eingeschränkt würden, während jene zusätzliche Privilegien erhielten, die sie nicht verdienten. Ist das Gesetz nun realistisch anwendbar und auch gewollt oder war es vielmehr ein gezielter formaler Schritt in Richtung EU, der aber ohne Folgen blieb? Ist die Regierung überhaupt dazu in der Lage, die Mentalität der Bevölkerung zu verändern? 


Die georgische Stipendiatin Mariam Kikvidze (Studiengang: Rechtswissenschaft) beschäftigt sich neben dem Studium mit verschiedenen Projekten, die Menschen- und Minderheitenrechte betreffen. In ihrem Vortrag wird sie versuchen ihre persönlichen Erfahrungen einzubringen und das Problem von mehreren Seiten zu beleuchten. 
Unser Verein lädt die Teilnehmer im Anschluss an die Veranstaltung zu weiteren Gesprächen im informellen Rahmen bei einem kleinen Buffet mit Getränken (georgischem Wein) und selbst zubereiteten georgischen Spezialitäten ein. Der Eintritt ist frei. Spenden für die Arbeit des Vereins sind willkommen. Diese Einladung kann gerne an Freunde und andere Interessenten weitergegeben werden! 

Copernicus Berlin e.V. ist ein von Studierenden, Absolventen und jungen Berufstätigen ehrenamtlich getragener gemeinnütziger Verein, der in den dreizehn Jahren seines Bestehens 82 Studenten aus 21 Ländern ein Studium in Berlin ermöglicht hat. Neben dem Studium an einer deutschen Universität absolvieren die Stipendiaten ein mehrwöchiges Praktikum und werden von Mentoren intensiv und persönlich betreut. Das Stipendium wird über Stiftungsgelder, Spenden und Patenschaften finanziert. Ein besonderer Aspekt des Copernicus-Stipendienprogramms ist die Unterbringung und Verpflegung der Stipendiaten in Berliner Gastfamilien. Wir würden uns sehr freuen, wenn sie es uns mit einer kleinen Spende ermöglichen würden, auch in Zukunft Studierende zu unterstützen.

 

Spendenkonto: 993 940 400, BLZ 100 800 00, IBAN: DE09 1008 0000 0993 9404 00, BIC: DESDEFF100, Commerzbank

 

weitere Informationen: www.copernicus-stipendium.de, berlin@copernicus-stipendium.de

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