Sinti und Roma - Kriminelle oder Opfer?

By Rozvitok (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
By Rozvitok (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

 

 

Viktimisierung der Roma und Sinti in Polen und Deutschland

 

am Mittwoch, 18.05.2016, um 19 Uhr

Ort: MitOst e.V., Alt-Moabit 90, 10559 Berlin

 

 

ein Vortrag von

Mariusz Jelonek

 

Roma und Sinti gehören zu den am längsten verfolgten Völkern Europas. Sie werden bis heute diskriminiert. Die Macht des modernen Staates wird zu diesem Zweck ebenfalls häufig genutzt – durch eine ausgrenzende Rechtsordnung, Zwangsumsiedlungen, unbegründete Inhaftierungen oder Razzien. Die vorgeschobenen Gründe der Diskriminierung, insbesondere das Zigeuner-Stereotyp, gehören zu einer alten und traurigen Tradition Europas. Auf der anderen Seite springt der Mehrheit der Gesellschaft die Bettelei der „Zigeuner“ in den Großstädten in die Augen. Diese Mehrheit sieht keine Individuen, sondern eine einheitliche Gruppe von „Sozialschmarotzern“, die die öffentliche Ordnung bedroht. Das Bild in den Medien spiegelt alte Vorurteile vom fremden und primitiven Wesen wider.

In Polen wie in Deutschland gibt es Menschen, die offen bedauern, dass Sinti und Roma während des Zweiten Weltkriegs nicht „ausgerottet“ wurden und die neue Zwangsumsiedlungen fordern. Derartige Äußerungen gehen weit über die Meinungsfreiheit hinaus, schüren Hass und verursachen ethnische Konflikte. Vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingsdebatte und der Diskussion um die Integrationspolitik ist die „Angst vor dem Fremden“ wieder weit verbreitet. Was aber beschränkt und erschwert die Integration? Die Probleme der jetzigen Einwanderer und die der Sinti und Roma sind dieselben: Sprachunkenntnis, Arbeitslosigkeit, fehlende Ausbildung und Ghettoisierung.

Unser polnisch-zipsischer Stipendiat Mariusz Jelonek (Studiengang: Rechtswissenschaft) beschäftigt sich auch außerhalb des Studiums mit gesellschaftlichen Fragen in seinem Heimatland. In seinem Vortrag wird er einen Einblick in die Geschichte, Kultur, Verfolgung, Kriminalität und Viktimisierung der Roma und Sinti geben.

Unser Verein lädt die Teilnehmer im Anschluss an die Veranstaltung zu weiteren Gesprächen im informellen Rahmen bei einem kleinen Buffet mit Getränken und selbst zubereiteten zipsischen und polnischen Spezialitäten ein. Der Eintritt ist frei. Spenden für die Arbeit des Vereins sind willkommen. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    mrs.unbekannt (Montag, 30 Januar 2017 08:14)

    Ich finde das ungerecht das über die Menschen immer so her gezogen wird . klar bei den sintis gibt es schwarze Schafe bei den Rojas auch aber genau so gibt es sie auch bei kurden ,Türken, Russen, Polen, und AUCH DEUTSCHE wir sind nicht alle gleich und wir sind nicht asozial außerdem haben wir mit den romas null ab zu machen verstehen manche Leute wohl einfach nicht das Sinti und Roma was anderes sind .Außerdem trifft die Sache mit diesen Ghetto und Kriminalität ...wohl eher auf die roma Sinti sind saubere freundliche anständige Menschen die sich auch intrigieren können. Meine Familie zum Beispiel alle Kinder gehen zur Schule meine Eltern arbeiten vernünftig haben ihr festes Einkommen und wir haben eine sauber Wohnung ihr könnt uns nicht immer mit den romas vergleichen das sind ganz andere Menschen mit anderen verhalten ,kleiden sich anders, heiraten anders meinst gezwungenermaßen was es bei uns nicht gibt! Also bitte lasst mal dieses Sinti und Roma entweder nur Sinti oder nur Roma bitte und lasst doch bitte das Wort Zigeuner weg ja das ist eine ganz fiese Beleidigung. Einen schönen Tag ihnen noch ^_^

  • #2

    Jasmin (Montag, 30 Januar 2017 17:33)

    Hallo,

    mit Ihrem Kommentar haben Sie vollkommen Recht, und genau darum ging es bei dem Vortrag auch. Es wurden Vorurteile näher beleuchtet und versucht darzustellen, woher diese und die Diskriminierung gegenüber Sinti und Roma kommen.
    Das Wort "Zigeuner" war in dem Vortrag nur ein Zitat der Art und Weise, wie viele Menschen sprechen, unser Stipendiat selbst findet den Begriff ebenso abwertend wie Sie.
    Hier wurde in keinster Weise eine Volksgruppe beleidigt oder diffarmiert, was alle Gäste des Vortrags bestätigen können, das Ziel war der Abbau von Vorurteilen und Klischees!

    Freundliche Grüße,
    Jasmin
    Vorstand Copernicus Berlin e.V.

  • #3

    Andi (Donnerstag, 09 Februar 2017 08:35)

    Ich finde es im Moment für alle eine nicht zufriedenstellende Situation innerhalb der Gesellschaft hier und auch dort unten warum wird von der EU so wenig im Herkunftsland mit getan