Wochenendseminar in Stade - Ist der Klimawandel eigentlich noch zu verhindern?

Unter dem Seminartitel „Die Herausforderungen des Klimawandels“ haben sich dieses Semester beide Vereine vom 09. – 11.12.2016 in Stade zusammengefunden, um eben diese Herausforderungen gemeinsam mit Experten zu diskutieren.

                                                 

Prof. Dr. Hans von Storch, einer von Deutschlands bekanntesten Klimaforschern und Meteorologe an der Uni Hamburg, hat am Freitag den Auftakt gemacht und in seinem Vortrag „Klimawandel und Klimawandelwirkung“ anhand einer Kriminalgeschichte deutlicher gemacht, wie Klimaforschung funktioniert. Dabei ging es ihm darum, darauf hinzuweisen, dass der Klimawandel mit einer nahezu an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit von Menschen verursacht wurde und dass wir die Auswirkungen dessen bereits spüren. Unter besonderer Berücksichtigung des Ostseeraums – dem Forschungsschwerpunkt von Storchs – konnte er uns anhand interessanter Grafiken die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte deutlich machen. Prof. von Storch bestand jedoch auch darauf, dass Klimaforscher davon absehen sollten, selbst politische Ratschläge zu geben.

Diese „politischen Ratschläge“ waren am Samstag dann von Bedeutung, als ich in meinem Vortrag über die Politikwissenschaftlichen Perspektiven auf ein Klimaabkommen gesprochen habe. Hierbei ging es vor allem darum, zu verdeutlichen, welche unterschiedlichen Kriterien einspielen und wie umfangreich die Agenda ist, wenn es darum gehen soll, möglichst alle Staaten zu vereinen. Der Vortrag war dabei angelehnt an die Forschung von Prof. Dr. Darrel Moellendorf, der sich in seiner Schlussfolgerung aus den genannten Problemen dafür einsetzt, dass Recht auf nachhaltige Entwicklung der UNFCCC Normen stark zu machen. Hierbei geht es – kurz gefasst – um den Ansatz, dass ein Klimaschutzabkommen nur dann gerecht ist, wenn es ärmeren Staaten die Möglichkeit lässt, sich nachhaltig zu entwickeln, da diese ansonsten quasi vertraglich verpflichtet sind, weiter in Armut zu leben.

In der darauffolgenden Gruppenarbeit haben sich dann die StipendiatInnen und Aktiven in die Positionen verschiedener Länder versetzt, um ein Klimaschutzabkommen zu verhandeln. Ein Ergebnis der Verhandlungsrunde war, dass es äußerst komplex ist, so viele Interessen zu vertreten und darauf zu hoffen, dass alle Beteiligten das Abkommen auch ratifizieren – zumal Sanktionen selten vorgesehen sind.

Abseits der wirklich interessanten Diskussionen gab es aber natürlich – wie immer – auch Zeit, dass die Gruppen aus Berlin und Hamburg einander besser kennenlernen konnten. Und wo ist dies besser möglich, als bei einem Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt in Stade oder bei gemeinsamen Spielen am Kulturabend?

Großen Dank an alle, Seminarteilnehmenden für ein wiedermal wirklich schönes und spannendes Wochenendseminar!

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    Safa Aliyeva (Dienstag, 17 Januar 2017 11:55)

    Sehr geehrte Damen und Herren!
    Ich möchte fragen, ob sich die Studenten aus Aserbaidschan auch um dieses Stipendium bewerben dürfen. Danke im voraus!
    Mit freundlichen Grüßen
    Safa Aliyeva

  • #2

    Masimova Samira (Dienstag, 17 Januar 2017 12:59)

    İch möhte in Deutschland studieren

  • #3

    Rüdiger Marx (Dienstag, 17 Januar 2017 13:27)

    Aus Aserbaidschan können Sie sich gerne bewerben, wenn Sie alle nötigen Vorraussetzungen erfüllen!