Abschlussbericht Alina zhdanovich (Belarus)

Danke!!! Genau mit diesem Wort möchte ich meinen Bericht anfangen. Ich bedanke mich bei allen Menschen, die sich bei Copernicus beschäftigen. Es ist unheimlich wichtig, den jungen Leuten eine Möglichkeit zur persönlichen Entwicklung zu geben und eine Chance die Lebenserfahrung im Ausland zu bekommen. So integriert sich die Welt, so ist unsere moderne Realität. Man kann schon fast keine Grenzen mehr sehen. Ich meine die Grenze, die wir uns oft selbst bauen. Wir bauen, weil man uns so leben lehrt. Der Staat, die Lehrer, die Umgebung und viele andere Faktoren beeinflussen unser Verständnis von uns selbst, von den anderen Leuten, von der Welt. Der Unterschied zwischen Ost und West hat immer existiert und wird weiter existieren. Aber wir, die Leute, sind ähnlicher, als wir uns vorstellen können. Dank meinem relativ langen Aufenthalt in Deutschland konnte ich mehrere Ähnlichkeiten zwischen europäischen, osteuropäischen und zentralasiatischen Menschen finden.

Es hat mir geholfen, meine persönliche Grenze zu erweitern und mich als ein Teil der riesengroßen Welt zu fühlen. Jetzt bin ich ganz sicher, dass die Teilnahme an dem Copernicus-Programm eine sehr bedeutende Rolle in meinem Leben gespielt hat. Meine globalen Ziele, die ich mir von Anfang an des Studiensemesters gesetzt habe, sind erreicht. Und so hat es begonnen…

Mai: An einem warmen sonnigen Tag in Minsk hat eine neue Phase in meinem Leben angefangen. Mein Gefühl, das ich damals hatte, habe ich bis heute im Gedächtnis. Ich war ein bisschen aufgeregt und sehr gespannt. Ich wusste, dass die Entscheidung bereits getroffen ist und ich bald eine Antwort bekomme. Es war ganz einfach, nur zwei Seiten: hell oder dunkel, nur zwei mögliche Antworten: ja oder nein. Die Zeit lief unheimlich langsam, die Nerven waren fast alles. Aber die Erwartung hat sich gelohnt. Ein Mensch, der „eine sehr gute Arbeit hat: die Leute glücklicher zu machen“ (vgl. einer sehr freundlichen belarussischen Frau), hat mir mitgeteilt, dass das Auslandsemester in Deutschland für mich ab diesem Tag real ist. Die Vorbereitung geht los!

Oktober: Erste Eindrücke über Hamburg habe ich gerade am Bahnhof bekommen. Ich habe bemerkt, dass diese Stadt für mich eine besondere Stadt ist. Kurz nach meiner Ankunft konnte ich noch nicht wissen, inwiefern meine Vorstellungen richtig waren. Hamburg ist seit den ersten Tagen sehr wichtig für meine Seele geworden. Die Stadt ist sehr verschieden - man kann sagen, dass die sogar einen eigenen Charakter hat. Wie ein Mensch. Der Mensch, die Unterstützung von dem, kann man immer fühlen. Um Hamburg zu verstehen, muss man ihn lieben. Nur dann findet sich die Erklärung der Fragen, warum es so oft regnet, warum der Himmel dunkel ist, warum der Wind uns begleitet… Hamburg ist ein Wunder!

November: Es lief der zweite Monat meiner Teilnahme an dem Copernicus-Programm. Das Studium ist angefangen. Die Fächer sind gewählt. Alle formalen Sachen, wie Anmeldung bei Meldeamt oder bei der Krankenkasse, Kontoeröffnung usw., sind erledigt. Das Programm lief genau so, wie geplant wurde. Wir, Stips und Cops, haben interessante Arbeitstreffen gehabt und anschließend die herzlichen Begrüßungs- und Länderabende gemeinsam organisiert. Aber man kann nicht den Integrationsprozess vergessen. Sogar wenn alles gut und geplant läuft, fällt es schwer allen Leuten. In solchen Momenten braucht man besondere Unterstützung von der Familie, von den Freunden, von der Gastfamilie, von den Bekannten und von sich selber. Gemeinsam, im Team, kann man sich schneller und ruhiger integrieren und die Zeit in Deutschland wieder genießen.

Dezember: Die schöne Weihnachtszeit... Im Dezember riechen alle Städte von Deutschland nach Zimt, Ingwer und Glühwein! Die Weihnachtsmärkte lassen alle Leute an das Märchen glauben. Dank Copernicus (und natürlich dank den Weihnachtsferien, die die ganze Weihnachtszeit dauern) hatten wir, Stips, viele Möglichkeiten dieses Fest kennenzulernen. Im Dezember fand ein Wochenendseminar statt, an dem viele Cops und alle Stips teilgenommen haben. Während des Seminars haben wir viel zu dem wichtigen Thema „Klimawandel“ diskutiert und schöne gemütliche Stadt - Stade kennengelernt. Die Kulmination von Dezember war Weihnachten. Das ist ein Fest, das mir immer das Familiengefühl bringt. Ich war sehr froh, als ich mich beim Feiern mit einigen Copernicus-Mitgliedern wie zu Hause fühlen konnte. Silvester hat einen Punkt im Jahr 2016 gesetzt und seit 2017 hat eine neue Seite meines Lebens angefangen…

Januar: Januar assoziiert man oft mit den Klausurphasen und der Praktikumssuche. Ohne Zweifel sind diese zwei Prozesse (Tätigkeiten) sehr wichtig für das Studium und das künftige Leben. Aber Januar assoziiere ich nicht nur mit den Prüfungen und dem Praktikum, sondern vor allem mit der Bekanntschaft mit meinen Gasteltern. Der Umzug hat mir neue Kräfte und Begeisterung zur Weiterentwicklung gegeben. Ich bin glücklich, dass das Schicksal uns zusammengeführt hat. Die Zeit, die ich mit meiner Gastfamilie verbracht habe, bleibt in meinem Herzen für immer. Das ist mehr, als nur die Teilnahme. Das ist das Leben. Mein Leben.

Februar: Februar stelle ich mir als der Monat des Praktikums vor. Genau innerhalb eines Praktikums lernt man die deutsche Arbeitswelt kennen. Man versucht sich komplett ins Praktikum zu integrieren. Es ist sehr wichtig, alle Wissen, Fähigkeiten, Fertigkeiten, die man während des Praktikums bekommen hat, mitzunehmen.

März: Der Frühling kommt. Hamburg zeigt sich anders, von einer neuen Seite. Die Stadt ist sonnig, freundlich, bunt. Die Krokus machen den Blick von Hamburg unvergesslich. Mit dem Frühlingsgefühl bemerkt man, dass der Aufenthalt in Deutschland schon fast zu Ende ist. Man hört die Wörter „Sehen wir uns noch?..“ noch öfter. Man analysiert alles, was geschehen ist. Man schreibt den Bericht zum Copernicus-Programm.

Man zieht Fazit… Man ist glücklich. Ich bin glücklich. Ich sage allen: Vielen Dank!

 

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