abschlussbericht margarita (russsland)

Nach 6 Monate in meiner geliebten Stadt, ist das einzige, was ich ausdrücken kann, Hoffnung, darauf, dass es genau so weitergehen wird. Unter “so” verstehe ich Leben voller Freude, Neugier, Motivation und Abenteuer.

 

Ich habe mich sowohl in meinem Fach (Politikwissenschaft) als auch im persönlichen Leben gefunden, alles dank dem COPERNICUS-Stipendium und der Unterstützung der Menschen neben mir. Ich habe gelernt frei und leidenschaftlich zu sprechen, ohne darüber nachzudenken, was die anderen dazu sagen könnten; ich habe verstanden, dass Fehler ein wichtiger Teil meines Lebens und manchmal nicht zu vermeiden sind. Das ist auch ok so. Dieses Wissen macht mich wirklich glücklich, ich finde es einfach erstaunlich, dass ich 22 Jahre gebraucht habe, um das richtig wahrzunehmen. Mein Aufenthalt hier in Berlin ähnelt einem langen ausführlichen Self-Coaching Kurs: Vielleicht war es nicht genau so vom Verein geplant, aber eine glückliche Stipendiatin ist kein schlechtes Ergebnis.

 

An meinem ersten Tag wurde ich von meiner wundervollen Gastmutter am Flughafen abgeholt. Sie hatte eine große Sonnenblume und ein Schild mit meinem Namen darauf in der Hand. Das nenne ich wohl einen schönen Anfang. Danach war ich zu einem Begrüßungsfest eingeladen, wo ich die Gelegenheit bekommen habe, die Menschen kennenzulernen, die mein Austauschsemester ermöglichten. Alles war etwas zu gut, um wahr zu sein. Danach kam die Zeit Kurse an der Uni auszuwählen, erst dann hab ich richtig das Sprichwort verstanden “Wer die Wahl hat, hat die Qual”. Ich war aber entschieden nur die Kurse zu belegen, die ich sonst in Russland nie im Rahmen meiner Hochschulbildung besuchen könnte. Ich war und bin bis jetzt von der Motivation und Diskussionsbereitschaft der deutschen Studierenden und Lehrenden begeistert und beeindruckt. Zuerst fand ich es schwer in Seminaren meine Meinung zu äußern, aber die Atmosphäre in den Gruppen war genau richtig für schüchterne russische Studentinnen - freundlich, verständnisvoll und inklusiv.

 

 

 

Akzeptiert und ernst genommen fühlte ich mich auch in der Copernicus Familie, sei es bei Plenen oder Social Meetings, oder anderen Gelegenheiten, Copernicaner waren immer hilfsbereit und einfach die beste Gesellschaft. Ich bin aber besonders glücklich mit der Freundschaft die wir mit Margarita Malyukova (“aus Belarus”) entwickelt haben. Es liegt vielleicht an dem Namen, aber wir hatten wirklich keine Schwierigkeiten, einander zu verstehen. Wir haben zusammen neue Seiten Berlins, Hamburgs, Rotterdams und Amsterdams entdeckt und ich hoffe, dass wir auch nach dem Programmende im Kontakt bleiben.

 

 

 

Eine besondere Rolle hat auch mein Praktikum gespielt, im Rahmen dessen ich mehrere Möglichkeiten zur Weiterbildung, Sensibilisierung und wundervolle Erfahrung in einer NGO bekommen habe.

 

 

 

Das Fazit wäre, ohne das COPERNICUS Programm, hätte ich das nicht erleben können. Vielen Dank! Ich hoffe darauf, dass die Erfahrung der zukünftigen Stipendiat*innen genauso gut wird.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0