Studieren in Deutschland und in der Ukraine

Unsere Stipendiatin Nadiia studiert in der Ukraine Übersetzung und Politikwissenschaft. Seit drei Monaten ist sie jetzt an der Humboldt Universität und studiert Sozialwissenschaft. Wir wollten von ihr wissen, wie sich das Studium in Deutschland von dem in der Ukraine unterscheidet.

Die erste Sache, die mir einfällt – ist die riesige Auswahl an Kursen und Seminaren. Ein Student/in kann einen beliebigen Kurs innerhalb eines Modules wählen, je nach den Punkten, Sprachen, Zeiten und Interessen. Ehrlich gesagt, nur 5 Kurse zu wählen war für mich eine Herausforderung. Aber alle Studenten haben ein Tipp für Neuankömmlinge: sich für so viele Kurse wie man will einschreiben, und jeden dann besuchen. Danach wird es klar sein, welche Kurse passend sind, auch je nach Inhalt, Professor und Gruppe.
Das Zeite ist die Selbstmotivation. In Gegenteil zum Unisystem in der Ukraine werden in Deutschland eine aktive Teilnahme oder gute Leistungen nicht verlangt. Jeder trägt die Verantwortung für sein Studium und seine Leistungen selbst. Deswegen habe ich hier die Selbstmotivation zum Studium entdeckt und studiere nicht „für gute Noten“, sondern für mich selbst.
Das Dritte sind die Studiengruppen. Was ich schwierig fand, ist dass jeder Kurs seine eigene Gruppe hat. In der Ukraine ist es immer so, dass eine Gruppe alle Kurse immer zusammen hat, dewegen kennen wir einander gut und werden Freunde fürs Leben. Hier kann man das ganzen Semester studieren, aber noch nicht alle Kommilitonen kennen. Schließlich, was ich allen zukunftigen Stipendiaten raten wollte: kein Angst zu haben. Je mehr man neugierig und offen ist, desto besser wird das Studium insgesamt sein. Niemand sagte, dass es leicht wird, aber es lohnt sich.

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