ABSCHLUSSBERICHT KRISTINA CHERTOVA (RUSSLAND)

Ich kann es kaum glauben, dass mein unvergessliches Semester in Hamburg fast beendet ist. Mir scheint, dass ich erst gestern angekommen bin und mein Gastvater mich im Flughafen mit einem selbstgemachten Schild „Copernicus“ getroffen hat. 

 

Diese Zeit war voll von schönen Momenten, Reisen, neuen Freunden und Freude. Noch nie in meinem Leben habe ich so viel erlebt. Und jetzt möchte ich über die wichtigsten Aspekte meiner Copernicus-Zeit erzählen.

 

Gastfamilie

Leben in der Gastfamilie hat mir eine Möglichkeit gegeben, alle 6 Monate sich als in einer richtigen Familie sicher und gemütlich zu fühlen. Familie Warnke sind wirklich gute, nette und kluge Menschen, bei denen kann man die Weisheit des Lebens lernen.

Meine schönste Erinnerung, die Gasteltern mir geschenkt haben, ist unsere gemeinsame Fahrt zur Nordsee an meinem Geburtstag. Ich muss sagen, dass meine Gasteltern während meines Aufenthalts in Hamburg immer etwas Angenehmes für mich gemacht haben: Pudding am Abend (traumhafter Geschmack!), Fahrt zur Elbe, meine Lieblingsbücher in meinem Zimmer – ich kann endlos weiter schreiben – also ich habe Hilfe, Unterstützung und Familienatmosphäre jeden Tag bekommen und bin dafür wirklich dankbar.

 

 

Stipendiaten

Meine schönen warmen Erinnerungen sind auch mit anderen Stipendianten verbunden. Im Gedächtnis habe ich viele unvergessliche Momente mit Julia, Ksjuscha und Mohamed. Dank Copernicus hatten mir die wunderbare Möglichkeit, viele Ecken von Deutschland zusammen zu besuchen: Lüneburg, Lübeck, Brüssel, Dresden, Sylt, München! In dieser Zeit haben wir uns kennengelernt und ihre positive Ausstrahlung hat in mir einen großen Eindruck erweckt. Jeder von ihnen hat in seinem Charakter und Denkweise  etwas, was mich begeistert und was ich gerne in mir selbst entwickeln möchte.

 

Studium

Am Anfang hatte ich einige formale Schwierigkeit beim Studium. Mir hat das sehr geholfen, dass die deutschen Professoren aufmerksam zu den ausländischen Studenten sind und ich konnte bei jeder Frage eine ausführliche Antwort bekommen.

Das Studium ist in Deutschland ganz anders organisiert. Hier kann man die notwendigen Fächer selbst auswählen. Ich habe mich entschieden, Medienwissenschaft und Linguistik (zwei meiner Schwerpunkte in Russland) bei meinem Studium an der Uni Hamburg zu verbinden.

Der Aufbau der Seminare hat mir auch sehr gefallen: jedes Thema wurde in der offenen Diskussion besprochen, was bei uns in Russland untypisch ist. Ich finde einen ständigen Dialog zwischen Studenten und Professoren einen großen Vorteil vom deutschen Bindungssystem.

 

Praktikum

Im Gegensatz zu vielen Stipendien ist ein Praktikum ein wichtiger Punkt und ein großer Vorteil vom Copernicus-Programm. Während des Praktikums kann man theoretische Kenntnisse in einem deutschen Unternehmen vertiefen und vergleichen, wie das in deinem Heimatland funktioniert.

Ich habe mein Praktikum in einer deutschen Stiftung gemacht, die Kinder und Jugendliche aus den sozial benachteiligten Familien hilft. Für mich waren das ganz besondere und nutzbringende Erfahrungen, weil soziale Projekte in meinem Heimatland nicht so gut entwickelt sind wie in Deutschland. Ich habe eine Menge der interessanten vielfältigen Aufgaben gemacht und damit wirklich Spaß bekommen. Das ist ein ganz besonderes Gefühl, wenn deine Arbeit etwas  Gutes in dieser Welt mitbringt.

 

Hamburg

Ich bin in Hamburg verliebt! Ich kann eigentlich ein ganzes Buch nur darüber schreiben, wie Hamburg märchenhaft schön ist. An dieser Schönheit kann man sich nicht gewöhnen.  Mein Büro, wo ich mein Praktikum gemacht habe, liegt unweit vom Hamburger Rathaus. Ich bin jeden Tag vorbeigegangen, jeden Tag wurde mein Atem von der Schönheit gefangen und ich konnte nicht daran glauben, dass diese Geschichte wirklich mir passiert ist.

 

Copernicus

Über Copernicus habe ich schon im zweiten Studienjahr erfahren. Ich habe die Web-Seite des Vereins gefunden, die Beschreibung und die Anforderungen des Programms gelesen und … nichts gemacht habe! Mein erster Gedanke war „hunderte Studenten aus verschiedenen Ländern bewerben sich, meistens haben wahrscheinlich so große Leistungen! Ich habe einfach keine Chance…“ Zwei Jahre später hatte ich mehr Mut, um dieses Stipendium zu bekommen. Damit möchte ich allen sagen, die Zweifel haben:  habt bitte keine Angst! Dieses Stipendium ist eine ganz reale (und schöne, wunderbare, wirklich hervorragende) Möglichkeit in Deutschland zu studieren. Diese Zeit hat mich und mein ganzes Leben verändert, dafür bin ich sehr dankbar.

Auch möchte ich über Copernicus-Team ein paar Wörter sagen. In jedem Moment unseres Aufenthalts in Hamburg hatten wir eine Möglichkeit, eine Unterstützung von Copernicus-Team zu bekommen. Man kann übrigens einfach so ins Büro vorbeikommen und über alltägliche Sachen erzählen. Ich vermisse schon diese Gespräche, NastiJ

 

DANKE

Ich möchte von ganzem Herzen „Danke“ sagen. Als ich eine Zusage für mein Stipendium von Copernicus-Vorstand in Hamburg bekommen habe, stand am Ende des Briefs eine kurze „P.S. Wir glauben an Dich“. Das waren nur vier Wörter, aber für mich war das die Möglichkeit, um Unmögliches zu schaffen.

 

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