ABSCHLUSSBERICHT MOHAMED GABR (ÄGYPTEN)

Mein einzigartiges Copernicus-Erlebnis begann am 15. April. Im Flugzeug war ich verwirrt und ich hatte Angst, weil ich zwei Wochen später in Hamburg ankommen würde (da es Schwierigkeiten mit meinem Visum gab). 

Jedoch als ich Hamburgs Flughafen erreichte, haben mich zwei sehr freundliche Menschen empfangen. Meine Gastfamilie hat mir sehr geholfen, diese Verspätung schnell zu vergessen, sodass ich mich noch am selben Tag wohl fühlte in meinem neuem Zuhause. Selbst am Kennenlerntag, an dem sich alle Stipendiaten vorstellten, waren alle sehr offen und freundlich zu mir. Außerdem hatte ich die Chance, andere politische Perspektiven anzuhören und zu diskutieren.

 

Was uns Stipendiaten geholfen hat unsere Beziehung zueinander anzunähern, war beispielsweise der Tag an dem wir gemeinsam den Zirkus Roncalli besucht haben. Ein Erlebnis, welches ich ohne Copernicus niemals erlebt hätte.

 

Meine Persönlichkeit hat sich Tag für Tag verbessert. Hier muss ich erwähnen, dass ich vor Copernicus keine Museen besuchen wollte. Jedoch hat sich dieses Gefühl geändert, als wir Führungen in das Internationale Maritime Museum, das Deutsche Zoll-Museum, das Deutsches Museum in München und das Royal Museums of Fine Arts of Belgium bekommen haben.

 

Am 16. Mai haben wir an der langen Nacht der Konsulate in Hamburg teilgenommen. Wir haben insgesamt vier Konsulate besucht: Das Ägyptische, Iranische, Polnische und Indonesische Konsulat. Gemeinsam haben wir neue Kulturen erforscht und mit verschiedenen Konsulatsmitarbeitern diskutiert und gesprochen.

 

Überdies habe ich außerdem noch zwei Nächte mit den anderen Stipendiaten und Aktiven aus Berlin in einer Jugendherberge in Dresden übernachtet. Vorher sollten wir zum Thema Rechtspopulismus recherchieren. Wir haben Vorträge über Nationalismus und auch über den Brexit gehört. Im Anschluss haben sich Copernicus Aktive und die Stipendiaten in zwei Gruppen verteilt. Auf der einen Seite sollte eine Gruppe rechtspopulistische Parteien vertreten. Auf der anderen Seite gab es meine Gruppe, wo wir gegen Rechtspopulismus argumentiert haben. Ziel war es eine gemeinsame Lösung zu finden, indem wir Kompromisse eingehen und zugleich die Interessen unserer Parteien vertreten und nicht aus dem Blick verlieren.

 

Während meiner Universitätszeit musste ich noch einer Herausforderung anderer Art begegnen und zwar der neuen Wissenschaftssprache. Ich musste mich orientieren, in der Uni nur Deutsch zu sprechen. Meine Seminare und Vorlesungen waren auch auf Deutsch, was mir wirklich geholfen hat, meine Sprachkenntnisse zu verbessern und mein fachliches Vokabular zu erweitern.

 

Im weiteren Verlauf werde ich besprechen, wie Copernicus mich nicht mal eine Minute im Stich gelassen hat. Sie haben mich immer unterstützt von der Eröffnung eines Bankkontos bis hin zur Universitäts-Prüfung. Sie haben immer verstanden, was meine Bedürfnisse waren. Mit Unterstützung meine ich nicht nur Unterstützung im Bildungs/ - Finanziellen Bereich, sondern auch Betreuung im persönlichen Leben. Die Ansprechpartner sind immer zur Verfügung da. Dank Rüdiger Marx und Anastasia Batetschko habe ich einen Tag nicht auf der Straße übernachtet, da keine Züge mehr so spät zu meinem weitentfernten Haus fuhren. Sie haben mich gerettet, in dem sie sehr freundlich eine Unterkunft in Ihrem Gästezimmer angeboten haben.

 

Copernicus fördert auch ihre Stipendiaten im kulturellen Bereich. Dadurch, dass wir als Gruppe nach Brüssel, München, Lübeck und Berlin zusammen reisten, haben wir nicht nur einander besser kennengelernt, sondern auch die deutsche/europäische Kultur näher betrachten können. Außerdem hatten wir die Möglichkeit an dem von Copernicus organisierten Länderabend, bestimmte Themen zu diskutieren und unsere Perspektive zu erweitern. Dadurch hatte ich auch die Chance, über die Lage meiner Heimat zu erzählen und die Revolution von 2011 zu besprechen.

 

Nach ungefähr zwei Monaten von meinem Aufenthalt, hatte ich die Ehre meinen Förderer, Herrn Dirk Ahlers (Gründer der FRoSTA AG), persönlich kennenzulernen. Er hat mich vor ungefähr 400 Menschen in der Hauptversammlung seiner Firma FRoStA vorgestellt. Was mich wirklich mehr motiviert hat, war zudem die Führung durch sein Unternehmen/ seine Fabrik, wo ich gelernt habe, wie gefrorene Produkte hergestellt werden. 

 

Zum Schluss muss ich noch sagen, dass dieses Erlebnis mein Leben verbessert hat. Mit der Hilfe von Copernicus habe ich nicht nur mein Bewusstsein gestärkt, sondern auch meine Kommunikationskenntnisse erweitert. Ich habe gelernt, wie man in jedem Bereich unseres Lebens nur mit Kommunikation und Kompromissen weiterkommen kann. Egoismus und Selbstsucht sind keine Wörter, die bei Copernicus gelehrt werden. Nächstenliebe und Kommunikation sind zwei ganz wichtige Werte, die bei Copernicus hervorgehoben werden.

An alle Zukünftigen Stipendiaten: Ihr seid Glücklich an Copernicus teilzunehmen. Ich habe dank Copernicus mein Horizont, Wissen, Fähigkeiten sowohl auch Kenntnisse vertieft und erweitern können. Ich bedanke mich herzlich bei meinem Deutschlehrer Herrn Frank Herzig, meiner Familie, meinem Förderer Herrn Dirk Ahlers, allen Copernicus Aktiven besonders Herrn Rüdiger Marx, Frau Anastasia Batetschko, meiner lieben Gastfamilie; Frau Witt und Herrn Helmut Hamann.

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